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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 151

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 151)
Language
German
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59 feststellt, dass diese Urkunde nicht vor oder nach dem erwähnten Jahrsiebent angefertigt worden ist. Ebenso wenn nur das Jahr, der Monat oder die Woche verzeichnet sind, insofern der bezeichnete Zeitabschnitt gegenüber dem vorhergehenden und dem folgenden bestimmt wird1). Das Datum wird zumeist an den Anfang, selten an den Schluss, niemals aber in die Mitte der Urkunde gestellt. InPrivaturkunden wird es immer am Anfänge geschrieben und nur in Gerichtsurkunden oder in von den Zeugen angefertigten Urkunden am Schlüsse verzeichnet. Daher befindet sich das Datum auch in den Papyri von Assuan am Anfänge2). Die Zeitangabe besteht in der Bezeichnung des Tages der Woche und des Monats, worauf die Jahreszahl folgt3). So wird das Datum!) Gittin 17 b, s. Raschi z. St., der die unvollständige Angabe des Da« tums direkt gestattet; vgl. jedoch בסף משנת zu Maimonides, Geruschin 1, 26, der ein solches Datum nicht für zulässig hält, jedoch die so datierte Urkunde nicht für ungültig erklärt, s. ferner Tos. B. b. XI, 2 (413,7). Ebenso ist nach Abba Saul der Scheidebrief gültig, wenn darin blos steht אני היזם גרשתיך oder ביזם שקרע פלוני שטרותיו [so A und W, dagegen steht in E שקרא בז פלוני שטרותיז; jedoch scheint die erste LA richtiger zu sein, vgl. Gittin VI, 2 (63 b) und ib. 64 a und David Pardo in seinem Kommentar zur Tossephta הסדי מד}. Tos. Gittin IX, (VII),6 (334, 3) und B. b. 172 b [bei uns גרשתיה היום, aber R. Samuel b. fleTr und Dikduke Sofrim z. St. haben die LA der Tossephta], wo das היום sich auf den Tag der Uebergabe bezieht; vgl. Maimonides, Geruschin 1,26, Beth Josef zu Eben Haeser § 127 und Bloch, שערי תורת התקנזת II, 2, S. 215. s) Am Schlüsse der Urkunde befindet sich das Datum im ספר השטרות des R. Jehuda b. Barsilai aus Barcelona, ed. Halberstam, S. 4, 7, 9, 14, 15, 22, 38, 42 u. s w., ספד העיטור ed. Lemberg S. 19 b, 23 a, 29 c, 62 b, ספר ההיגיץ־ von R. Aron Halewi § 579, •נחלת שבעד von R. Samuel b. David Halewi §§ 8, 9, 17, 33, 38, 40, 43, in Documents de paleographie hebraique et arabe, hrsg. von A. Merx, Leyden 1894, S. 19 und 29, s. auch meine Glossen zu den jüdisch-aramäischen Papyri von Assuan, Jahrbuch VIII, S. 372 (S. A. S. 2), wo der Datierungsort eingehender erklärt ist. In den babylonischen Urkünden steht das Datum immer am Schlüsse des Formulars. Ueber den Ort des Datums in den griechischen Papyri bemerkt O. Gradenwitz, Einführung in die Papyruskunde, Leipzig 1900, S. 142: ״Die Datierung erfolgt prinzipiell am # Schluss bei den Briefen, am Anfang bei den Protokollen und 3) In den babylonischen Urkunden folgt die Angabe des Tages erst nach der des Monats und hierauf die Jahreszahl so z. B. ״Babili ara[c]h Samna umu4. (kam) s[ch]attu 9. (kam) S[ch]amas[ch]-s[ch]inn׳uk1n s[ch]ar Babili“, Peiser Babylonische Verträge des Berliner Museums, Berlin 1890 S. 2 ff, s. auch dessen Keilinschriftliche Akten-Stücke aus Babylonischen Städten, Ber-

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