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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 114

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 114)
Language
German
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22 selbe LA hat auch .רגמ״ד zur Stelle und, wenngleich bei ihm auch נאן eia Männername ist, so ist eine andere Erklärung nicht ausgescblossen. Das gewöhnliche aramäische Demonstrativ ist: דן für das Masculinum, דנא für das Femininum. Für das durch ן verstärkte Demonstrativ masc. דנן haben die Lexica kein entsprechendes Femininum. Das ist aber noch kein Beweis, dass es ein solches nicht gegeben hat. Ich bin der Meinung, dass wir in unserem Wort ein solches vor uns haben. דנאן ist das weibliche Demonstrativ ־דנא mit verstärkendem Schluss-Nun und bedeutet ״diese״. Wir haben dann zu lesen ״ כלתא דנאןdiese Schwiegertochter״. Wir können nach alledem unsere Talmudstelle so übersetzen: ״R. Eahana sagt zu R. Sebid: Wenn sich Gold nicht abnutzt, wo ist das Gold ״dieser״ Schwiegertochter hingekommen? Er sagt ״dieser״ mit ironischem Beigeschmack und meint die Schwiegertochter des R. Sebid, deren Goldsachen bei der Zurückgabe nicht mehr den ursprünglichen Wert hatten1). R. Sebid mag diese Anspielung auf familiäre Misshelligkeiten übel aufgenommen haben und antwortet ebenfalls mit einer persönlieh zugespitzten Bemerkung: ״ דילמא להיכן דרמיין כלתךvielleicht dahin, wo es deine Schwiegertöchter herumwerfen!״ d. h.y wie Raschi erklärt, wenn man so sorglos und unachtsam damit umgeht, wie deine Schwiegertöchter es tun, dann ist es leicht erklärlich, dass sich auch Gold abnutzt und an Wert verliert. Nach dieser persönlichen Abfertigung, erteilt er ihm mit ועוד die richtige Antwort, dass sie wohl nicht sogleich, dagegen bei intensivem Gebrauch sich abnützen. In unseren Talmudausgaben lautet die Antwort etwas anders: דילמא דהבא דרמיץ כלתך. In dieser Fassung heisst דמיין nicht ״umherwerfen״, sondern ״anlegen״, wie z. B. Sabbath 10 a. Er sagt: ״Solches Gold, wie es deine Schwiegertöchter anlegen oder tragen, d. h. unechtes Gold, das nutzt sich ab״. Oben in der Stelle aus Kethuboth begegneten wir einem ähnlichen Gedanken. *) Man könnte die LA כלתיה beibebalten. דהבא דכלתיד. דגאן würde dann heissen: ״das Gold dieser seiner Schwiegertochter“, wobei ״seiner“ sich direkt auf R. Sebid beziehen würde, indem er ihn, statt in zweiter דכיי״ד, in dritter Person anreden würde. Aehnliche Ausdrücke in Verbindung mit מי kommen häufig vor; vgl. Pesachim 104b. ..

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