Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 111)
- Language
- German
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19 והא דהבא דכלתיה תון להיכא אז<ל, wo ist denn das Gold der Schwiegertochter des Nun hingekommen?“ Nun, so erklärt Raschi, war der Name eines reichen Mannes, der seiner Schwiegertochter Schmucksachen an Gold zugewogen, bei deren Zurückgabe sich herausstellte, dass sie an Gewicht verloren hatten. Das beweist doch, dass auch Goldsachen durch den Gebrauch abgenützt werden. Darauf entgegnet R. Sebid, nach Raschis Lesart: דילמא להיכא דרמיין כלתיך ,,Vielleicht dahin, wo es deine Schwiegertöchter hinzuwerfen pflegen“. Die Schwiegertöchter des R. Kahana waren nicht sorgfältig und haben ihre Schmucksachen umherliegen lassen, wodurch diese in der Tat abgenutzt wurden und an Gewicht verlieren mussten; wenn man sie jedoch sorgfältig verwahrt, tritt ein solcher Fall nicht ein. So die Erklärung des Kommentators, der an Raschis Stelle steht, und wörtlich gleichlautend auch im Kommentar des רנמ״ה in der Wilnaer Talmudausgabe. Dunkle Stellen und fremde Ausdrücke, wie sie in anderen Teilen des Talmuds nicht Vorkommen, enthält dieser Traktat gar viele. Das bemerken bereits Tossaphoth zu 16 a ור״י m, wo zu lesen ist: ולשון ר* משה מקוצי מעילה משונה הוא משאר מקומות. Das soll wahrscheinlich heissen: אמר ר• משה מקוצי לשון מעילה משונה הוא משאר מקומות. Meilah ist wahrscheinlich zu anderer Zeit redigiert worden als die anderen Traktate, ausserdem mögen wohl einzelne Stücke des jerusalemischen Talmuds, die zu diesem Traktat vorhanden waren, — vgl. die Erzählung 17 a ff.— hinein verwebt worden sein; dadurch haben manche Stellen ein ganz fremdartiges Aussehen gewonnen. Besonders dunkel ist der vorstehende Text. Es sieht jeder ein, dass die gebotene Erklärung aus dem Bestreben hervorgegangen ist, den vorliegenden Text um jeden Preis zu erläutern. Der Name ״N u n“ kommt im nach biblischen Schrifttum meines Wissens nicht vor und das obige Verfahren erscheint uns sehr sonderbar. Unter welchen Bedingungen sich Gold abwetzt und abnützt, weiss übrigens jedermann und R. Sebid hat es auch weiterhin bemerkt: bei andauerndem Gebrauch. Wozu und aus welchem Grunde hat er dem R. Kahana eine solch persönlich zugespitzte