Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 110)
- Language
- German
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18 der טבעות stammt, sie waren daher schon vorhanden, als die Hasmonäer die Wiedereinweihung des Tempels bewerkstelligten• Bei dieser Gelegenheit wurde die erwähnte Strafe, die Entziehung des Ringes, über die Priesterabteilung Bilga verhängt. RMBM jedoch, bei der Aufzählung der Namen, Kap. VI seiner Vorrede zu Seraim, bemerkt ausdrücklich: יוחנן כהן גדול הוא יוחנן בן מתתיהו הידוע, womit er wohl Johann Hyrkan, Sohn des Simon und Enkel des Mattitbjahu, meint1). Der Vater des Mattitbjahu war demnach kein Hohepriester und das Epitheton כ״ג muss sich auf den Stammvater der Hasmonäer, auf Mattithjahu, beziehen. Der erste יוחנן כ״ג, den wir kennen, war also ein Enkel des Mattithjahu uud die von ihm eingeführten טבעות waren zur Zeit der Chanukka-Ereignisse noch gar nicht vorhanden und sind erst viel später angebracht worden. Demnach ist nicht anzunehmen, dass man einige Jahre später, anlässlich der Einführung der RiDge, nachträglich eine neue Strafe über die Priesterabteilung Bilga verhängt habe. Aus diesem Grunde hat sich RMBM bemüssigt gesehen, die Mischna so zu erklären, dass sich die Strafe auf die Ringe an der Wand bezogen hat. Nebenbei sei hier bemerkt, dass die Erklärung des Wortes מכב״י als Abbreviatur von מתתיהו כהן בן יוחנן, von dem berühmten Chatham Sofer stammt. Siehe seine Responsen zu Eben haeser. Man könnte eventuell das ,כ als Abkürzung für כהן גדול nehmen und das wäre dann eine Stütze für die Ansicht, dass der Vater kein כ״ג war. XLII. In Massecheth Meilah 18 a lehrt die Mischna, dass bei goldenen Schmucksachen, weil sie sich nicht abnützen, das Vergehen der Meilah durch den blossen Gebrauch schon gegeben ist, während bei anderen Gegenständen erst durch die Abnützung das Vergehen der Meilah zustande kommt. Darauf folgt in der Gemara (daselbst 19a) folgende Erörterung: R. Kahana sagt zu R. Sebid: ״Nützt sich denn Gold nicht ab, *) Vgl. den Kommentar des Rosch und des R. Elia Wilna Ende Maaser scheni.