Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 107)
- Language
- German
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15 das von Dr. Schweizer, Berlin 1901, eingehend bearbeitet wurde. Es ist auch möglich, dass er die sogenannte מגלת אנטיובס gemeint hat. Es ist aber nicht daran zu denken, dass zu seiner Zeit noch die ursprüngliche מגלת בית חשמונאי vorhanden gewesen sein soll; dahingegen ist es doch sehr naheliegend anzunehmen, dass man sie zu Zeiten Eab Chisdas noch gekannt hat. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass er diese Worte aus einem Werke der nachbiblischen Periode zitiert, denn er stellt sie in Gegensatz zu den Worten der Chronik und sagt: ״ .עבשיו אץ מעמידין ובדIn der Jetztzeit wählt man die Beamten aus den Stämmen der Israeliten“. 6. Eine von den Häuptern der beiden grossen Schulen verfasste Geschichte des Chanukkafestes war vorhanden, denn die Ueberlieferung der הלכות גדולות darf nicht in Zweifel gezogen werden. Umso mehr ist es auffallend, dass das Chanukkafest in unserer Mischna fast gar nicht erwähnt wird, während sie dem Purimfest, das ebenfalls aus späterer Zeit stammt, einen ganzen Traktat widmet. Es finden sich nur einzelne gelegentliche, liturgische und sonstige Notizen über Chanukka in unserer Mischna: Bikkurim 1,6; Moed katan 28b; Eosch haschana 18a; Megilla 29a und 80b; B. Kamma 42b. Als Lichterfest wird es nur an letzterer Stelle ganz gelegentlich erwähnt. Wie erklärt sich dieses Schweigen der Mischna, nachdem wir doch sehen, dass die älteren Tannaim, wie ב״ש וב״ה, über die Zahl und die Eeihenfolge der Lichter ihre Bestimmungen getroffen hatten und dass bereits Meinungsverschiedenheiten darüber vorhanden waren? Auch sonst finden sich in Baraithoth (Sabbath 21a) Bestimmungen über das Chanukkalicht. Wie ich schon früher einmal an anderer Stelle ausgeführt habe, scheint mir dies eine sehr wesentliche Stütze zu sein für die von den alten Trägern der Ueberlieferung ausgesprochene, aber erst von Halevy im Doroth harischonim Ic, 204ff mit gewohnter Gründlichkeit und ausserordentlicher Gelehrsamkeit bewiesene These, dass der Grundriss der Mischna in ihren wesentlichen Bestandteilen das Werk der Manner der grossen Synode, der אנשי כנהיג, war. Später sind nur noch Ergänzungen und gelegentliche Hinzufügungen, Meinungs-