Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 103)
- Language
- German
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11 Chagiga 26b wird von dem Tisch des Heiligtums gesagt, er sei ein כלי עץ העשר לנחת, ein aus Holz gefertigtes Gerät,das zum Ruhen und nicht zum Fortbewegen bestimmt gewesen sei, und dass es demnach auch für טומאה nicht empfänglich sein sollte, während aus 8. M. 24,6, wo es heisst השלחן הטהור, das Gegenteil zu schliessen sei. Tössaphoth das. fragen im Namen des R. Elchanan, dieser Ausdruck stehe doch beim Tisch des Mischkan, der bei den Wanderungen durch die Wüste von Ort zu Ort getragen wurde; wie könne man da sagen, er sei לנחת bestimmt gewesen? R. Elchanan antwortet darauf, dass sich das auf den Tisch des heiligen Tempels beziehe, der stets an seinem Platz blieb. Tossaphoth selbst wollen diese Antwort nicht gelten lassen, denn, wenn der Tisch einmal die Fähigkeit besass, טומאה anzunehmen, dann behalte er diese bei, auch wenn er später nicht mehr fortbewegt wurde. Man versteht diese ganze Diskussion nicht. Der Ausdruck השלחן הטהור steht doch nun einmal im dritten Buche der Thora beim ״Mischkan“ und nicht beim Tisch des Tempels, wie kann man da sagen, dass dieser letztere damit gemeint sein soll? Diese Schwierigkeit erklärt sich jedoch ganz einfach, sobald wir wissen, dass der Ausdruck השלחן הטהור auch H. Chronik 18,11 vorkommt, wo von dem מקדש gesprochen wird. Damit versteht man die Antwort des R. Elchanan; Tosaphoth dagegen meinen, dass auch dies nicht genügt, um die aufgeworfene Frage zu beantworten, weil, sobald der Tisch früher einmal für טומאה empfänglich war, ihm diese Eigenschaft für alle Zeiten verbleibt. Dabei wird vorausgesetzt, dass der שלחן im späteren Heiligtum derselbe war, den Mosche verfertigt hatte, wie aus Menachoth 99 a hervorgeht 1). 4. Rosch haschana 16 b wird aus 3 M. 11, 8 ובנבלתם לא תגעו nach Sifra z. St. die Folgerung gezogen, dass jedermann verpflichtet sei, sich an Festtagen von jeder טומאה fernzuhalten, und daraus die weitere Verpflichtung geschlossen: חייב אדם למהר את עצמו ברגל, man müsse sich vor jedem Festtage מטהר sein. *) Mein Freund Dr. Deutsch-Furth macht mich darauf aufmerksam, dass in einigen Talmudausgaben in Joma 21 a die Angabe des תזרה איד in der Tat auf II. Chronik 13, 11 hinweist.