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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 99

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 99)
Language
German
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7 Wir wollen mit der Schlussäusserung beginnen. Er meint, להצאין sei nicht genau zu nehmen, es war nur beinahe die Hälfte. Da müssen wir doch fragen, wie war es denn mit der anderen Hälfte, die neu hergestellt wurde? Es durfte doch nur genau eine Hälfte des normalen Quantums hergestellt werden, denn nur פטום לחצאין war erlaubt; woher sollte nun der mangelnde Eest gedeckt werden? Welchen Zweck hätte es überhaupt gehabt, dön Überschuss in Gebrauch zu nehmen, wenn die volle Hälfte noch nicht erreicht war? Es war doch nicht so dringlich! Hatte man 60 Jahre gewartet, so hätte man ganz gut noch einige Jahre warten können, um die volle Hälfte zu erreichen. Aber das ist noch das Geringste. Seine erste Behauptung, dass Ismael ben Kimchith, der Biesenhände hatte, zur הפינה nur ein öder zwei Olivengrössen genommen hat, ist doch ganz ungeheuerlich und widerspricht dem oben zitierten Wortlaut der beiden Talmude. Das kann doch R. J. Emden nicht geschrieben haben! Es muss da ein Satz ausgefallen sein. Er wollte sagenי die הפינה des Ismael b. Kimchith betrug vier Kab, während ein anderer nur eine oder zwei Olivengrössen bei der הפיגה nehmen konnte. Eine ähnliche Fassung findet sich in den כזוגות פשמיות des Siddur נהורא. Aber auch das ist nicht genau, denn eine הפיגה von zwei oder gar nur einem כזית ist ganz undenkbar, wie bereits oben gezeigt wurde. 4. Dass die קמיצה mit einer Hand, die הפיגה hingegen mit beiden Händen gemacht wurde, ist deutlich in der Thora angegegeben. Dennoch werden die beiden nicht selten verwechselt. Das ist sogar dem gelehrten Verfasser eines sehr bekannten Targumkommentars begegnet. Er schreibt: דווקא ביד. אהת... והתימה על המתרגם האשכנזי שתרגם ״ביידע העגדע פאלל“. וביותר על בעל הכתב והקבלה. Ihn hat offenbar verleitet, dass die חפינה ebenfalls עבודה קשה genannt wird, wie die קמיצה . Bei ersterer bestand die Schwierigkeit jedoch darin, dass der Hohepriester ganz allein das Räucherwerk in seine beiden geöffneten Handflächen umleeren musste, wie dies in nicht misszuverstehender Weise in Joma 49 b und RMBM עבולת יה״ב IV, 1 geschildert wird. Auffallend ist besonders, dass der Verfasser selbst auf RMBM sich beruft, um seine gegenteilige Auffassung

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