Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 555

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 555)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3486266-3486281--3489-3489855
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

437 Kara, Raschham, der auch zuweilen als ר״ שמראים הדייקן sowie als 1רש״ם) angeführt wird, Rabbenu Tarn, Ibn Esra und Salomo Parchon. Wir können somit die Zeit post quem für den Yerfasser fesstellen; es ist aber auch nicht unberechtigt zu schliessem dass, da er spätere Autoren nicht erwähnt, er wohl um 1200r wie auch Zunz (a. a. 0.) annimmt, gelebt haben muss. Wir wären imstande, die Zeit des Verfassers genau zu fixieren, wenn wir etwas über einen Zeitgenossen, R. Meir aus Luziza, wüssten, in dessen Namen er eine Erklärung zu Kapitel 38, 11 mit den Worten ור״מ מל, אמר לי וכף wiedergibt Merkwürdigerweise trifft nun diese Erklärung mit der zusammen, die David Kimchi in seinem השרשים #D und in seinem Commentar zu Hiob im Namen seines Vaters anführt, sodass nicht ausgeschlossen ist, den erwähnten R. Meir für einen Schüler des R. Moses Kimchi zu halten, womit ein Anhaltspunkt für die Zeit unsers Verfassers gegeben wäre1 2). Dass der Verfasser ein Franzose war, ergibt sich aus der Schreibart und der Uebersetzung einiger Wörter. Der Wert des vorliegenden Commentars besteht einmal darin, dass manche dunkle Stellen des Hiobbuches in einer originellen Weise erklärt und aufgehellt werden. Wir greifen aus den vielen als Beispiel das Wort 12 ,15) ירזמון) heraus, das alle Erklärer als Metathesis aus ״ ,ירמזוןblinzeln, Zeichen geben“, auffassen. Unser Verfasser erklärt es auch als Metathesis, aber aus יזרמון ״strömen“, sodass der Text bedeutet: ״warum strömen deine Augen?“ Diesem Vorwurf des Eliphas gelten dann Hiobs Worte (16, 20): ״ אל א׳ דלפה עיניvor Gott weint mein Auge“. Dann liegt aber auch die Bedeutung dieses Commentars in den Erklärungen, die er im Namen der Gelehrten anführt, die wir oben 1l Dukes will in רש״ם den Raschbam erkennen, während Zunz (a. a. O.) ר, שלמה מטראני liest, der auch unter dieser Abkürzung in שבלי הלקט an verschiedenen Stellen, auch im Mordechai haggadol (Manscr. Goldschmidt) vorkommt. Allein es ist zu bedenken, dass vom erwähnten R. Salomon keine exegetische Tätigkeit bekannt ist. 2) Wenn ich im Text לוצייגא angegeben habe, so scheint mir doch, dass לוציצא, wie Zunz annimmt, die richtigere Lesart ist, auf die ich in der Note hingewiesen habe. Für Lucena finden wir allgemein אליבנא, Luziza ist nach Gross, Gallia Judaica (S. 201) wahrscheinlich eine kleine Stadt in der Normandie, Lisieux oder Licieux. Ja hrbuch J. L. Gr. VIII. 28

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.