Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 556)
- Language
- German
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438 genannt haben. Viele Erklärungen, die die bekannten Commentare als י״א citieren, können wir durch unsern Commentar auf ihre Autoren zurückführen; manche Corruptelen können wir an der Hand der hier gebotenen Citate richtig stellen. So sind im Hiobcommentar von Kara (Frankels Monatsschrift, Jahrgang VI und VII) nach vorliegendem Commentar zu berichtigen: 34, 36; 35, 5, 9; 36, 13, 27; 37, 22; 40, 14. Ibn Esra ist zu berichtigen 36, 18; 37,17,20. Dass die Annahme, der unter Raschis Name gehende Commentar der letzten Kapitel in Hiob, der zweifellos nicht mehr von Rasch! herrührt, gehöre Raschbam an, falsch sei, ergibt sich aus den in unserem Commentar in dessen Namen angeführten Erklärungen, die jenen geradezu widersprechen. Man vergleiche Rosins Raschbam-Ausgabe S. XIX, Anmerkung 2 und Seite 9, Anmerkung 11, wo meine brieflichen Mitteilungen an den Verfasser mitgeteilt sind. Interessant sind auch die exegetischen Erklärungen, die im Namen des R. Tarn angeführt werden, deren Quelle ich aber nicht anzugeben weiss. In seinem ס׳ הכרעה habe ich sie nicht gefunden. Dass die namentliche Anführung anderer Autoren erst mit dem 35. Kapitel beginnt, sei besonders bemerkt. Dass dem Verfasser ein מדרש איוב Vorgelegen hat, ersehen wir aus 4,10; 5,25 u. a. St. Als interessant dürfte es auch vermerkt werden, dass 35,17 der Verfasser die Vulgata (רכן לעזרתי הנדס) citiert. Ebenso bemerkenswert ist es, dass der Verfasser schon gewusst hat, dass Blitz und Donner zu gleicher Zeit entstehen, dass sie nur unseren Sinnen nacheinander bemerkbar werden (37,6). An der Handschrift scheinen zwei Copisten tätig gewesen zu sein; die letzten Kapitel (von 34,19 an) zeigen gegen die vorhergehenden wesentliche Verschiedenheiten auf. Einmal ist die Schrift flüchtiger, dann erscheint bis dahin für den Gottesnammen die Schreibung von da und weiter "וא, bis dahin heisst es .ה״קב״ד, von da und weiter הק״; in ein Wort zusammengezogen finden sich עלכן ,אחריכן♦ Die Handschritt schliesst mit der Eulogie שבח לצורי ,היה בעזרי♦ Man wird wohl die punktierten Buchstaben als die Zahlenwerte einer Jahreszahl ansehen können, es ergäbe sich die Zahl 212 1452, womit natürlich nur das Jahr der Abschrift gemeint sein könnte.