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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 493

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 493)
Language
German
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3T5 ihre Gültigkeit, sofern diese Aendemng am Schlüsse vermerkt wird“ 1). Nun gehören aber die in den Papyri über der Zeile geschriebenen Stellen zu dem nicht wesentlichen Teile der Urkunden und bedurften infolge dessen keiner besonderen Bestätigung am Schlüsse derselben 2 3). Eine vierte äussere Aehnlichkeit dokumentiert sich im folgenden. Die Unterschrift der Zeugen lautet in den Papyri gewöhnlich: ״ שהד פלוני בר פלוניZeuge N., Sohn des N.“ In der talmudischen Literatur dagegen steht das Wort ״Zeuge“ immer hinter dem Namen der Zeugen: 3 פלוני בן פלוני עד). Scheinbar wäre dies ein Unterschied zwischen den Papyri von Assuan und den jüdischen Urkunden. Doch gleicht diese Schreibart auch nicht jener in den babylonischen Urkunden, in denen sich statt des Wortes ״Zeuge“ vor dem Namen der Zeugen die Praeposition ״vor“ findet4). Aus der Zeugenunterschrift ergibt sich demnach eine Abweichung der Papyri von den babylonischen Urkunden. Auch J) Tos. Gittin IX,8 (334,6), Tos. Baba bathra XI, 10, (414,2), jer.GittinlX,7, (50 c, 23), שטר שיש בו מתק או תלוי מגופו פפה2 שלא מגופו כשר זאם דזהזירו למטר. אפילו מגופו כשי vgl. auch 5 ,44 § שולחן ערוך חושן משפט. 2) Bei dieser Bestimmung waren Fälschungen nicht ausgeschlossen» denn man konnte auch später über der Zeile schreiben und so unberechtigt terweise etwas zum Inhalt hinzufugen. Um solchen Fälschungen vorzubeugen» wurde erst zur Zeit des R. )ochanan die Bestimmung getroffen» dass jede Textänderung, sei sie über der Zeile oder an ausgelöschter Stelle geschrieben, auch wenn dieselben im nicht wesentlichen Teile der Urkunde stehen, immer vor der Schlussformel bestätigt werden müsse in der Formel ודין קיומיהק, Baba bathra 160 b, vgl. auch רמב״ם הלבות מלוה ולוה XXVII, 8 Solche Formeln in den späteren Urkunden s. in der Kethuba ed. Schechter in J. Q. R. XIII, 1900—1901, S. 221, ferner A Merx, a. a. O., S. 19 und 29 und R. E. J. X, 1885, S. 118 und 121. 3) Gittin IX, 8, B. b. 161 a. 4) Entweder lautete die Unterschrift: m a c h a r Ni-Ni*i-ki-scha-am mar Li'ku~a, s. B Meissner, a. a. O. S 17 ff., F. E. Peiser, Texte juristischen und geschäftlichen Inhalts in ״Keilinschriftliche Bibliothek“ hrsg. von E. Schräder IV» Berlin 1896, S. 6 ff, oder pan Nabü-achi׳ipusch mär A-schab-schu s. Peiser a. a. O. S. 96 ff , und seine Keilinschriftliche Actenstücke, S. 16, 20 ff.» Schon־, a. a. O. I., S. 7 ff., und II., S« 4 ff. Oft unterzeichnen die Zeugen nur ihren eigenen und nicht auch ihres Vaters Namen, s. ). Köhler und A. Ungnad» hammurabis Gesetze III, Leipzig 1909, S. 17 ff., Schon־, a. a. O.» I.» S. 15ff.» und II, S. 9 ff., Friedrich a. a. O., S. 415, was nach dem talmudischen Rechte keine gültige Zeugenunterschrift ist, s. Gittin a. a. O. Auch in den Papyri ist die letztgenannte Art der Zeugenunterschriften nicht zu finden.

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