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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 469

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 469)
Language
German
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351 verbreiten. Er fügte auch einen Kommentar mit dem Namen "פתשגן הנתב“ hinzu, worin er das Sendschreiben im einzelnen erklären, alle Fehler und Irrtümer der früheren Ausgaben verbessern und auf Grund aller bisherigen Editionen den Text berichtigen will. Soweit der Herausgeber in seiner Vorrede- Inwieweit dieses Vorhaben gelungen ist, soll im folgenden untersucht werden♦ Der Text, welchen der Herausgeber sich zur Vorlage genommen hat, ist die erste Konstantinopeler Edition, wie er selbst in seiner Vorrede ausführt: ״Der von mir wieder abgedruckte Text ist der von R. Samuel Sullam bereits herausgegebene, weil R. S. Sullam nicht nur ein grosser Gelehrter, sondern auch sehr weise war und zweifelsohne korrekte Manuskripte vor sich hatte. Ich habe daher an seinem Texte, soweit es sich nicht um offenkundige Druckfehler bandelt, nichts geändert“. Die erste Ausgabe des ״Juchasin“ ist heute eine grosse Seltenheit und wir wären dem Herausgeber zu Dank verpflichtet, wenn er wirklich noch einmal den Text des Juchasin richtig abgedruckt und ihn allgemein zugänglich gemacht hätte. Aber zu unserem nicht geringen Erstaunen haben wir durch den Vergleich mit dem Juchasin ed. Konstantinopel wahrgenommen, dass der Herausgeber nicht nur das böse Geschick des Sendschreibens nicht verbessert, sondern es vielmehr noch bedeutend verschlimmert hat. Denn er hat die in der ersten Ausgabe bereits vorhandenen Fehler und Lücken noch um viele vermehrt, sodass er die Form des Sendschreibens gänzlich verdorben hat, zumal da ihm die aramäische Sprache — in der das Sendschreiben abgefasst ist — sowie ihre Gesetze fremd sind und er gar nicht auf die Sprachform und ihre Bildungen achtete. Zur besseren Uebersicht seien hier einige Beispiele angeführt, wie wir sie bei der Untersuchung zusammengestellt haben: S. 35 Z. 14 fehlt nach dem Worte תלמידיהון der Passus: דהנך קמאי דלא הוו ידעי כותהון והוו צריכי לחבורי דהא wodurch auch der innere Zusammenhang leidet, was vom Herausgeber unbemerkt blieb. Ebenso fehlt S. 84 Z .1 זאתנקימו בי יהודאי לאמגושי und S. 97 Z. 10 אמר מובטח את דהוית וזנית בתראי nach dem Worte .אנן Auch S. 47 Z. 3 fehlt infolge des auch in der vorher-

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