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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 466

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 466)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486281--3400-3489766
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848 gehängt“ eben im Worte שרים E. Scherira andeute, der an seiner üand aufgehängt ward, ohne dass seines Alters — er war beinahe 100 Jahre alt — geachtet wurde. Alles sei also im Verse angedeutet 1). ״Ibn Daud meint, dass R. Scherira bei einer Frau oder einer Familie Stütze gefunden hat, denn das Wort נתלה bedeutet bei Ibn Daud etwa ״Hilfe und Stütze suchen“2). Levy3) erklärt, R. Scherira sei ״infolge einer Verleumdung gehängt worden und fasst בידו als das im jer. Jebamoth XVI, 15 c vorkommende Wort בידו, das er mit ״Erdichtetes, Erdichtung“ übersetzt, auf, gibt aber den Bericht ungenau wieder, indem er vor בידו ein nicht vorhandenes מן einfügt. Aber auch die Kritik beschäftigte sich mit dieser Stelle. ״Die Worte ונתלה רב שרירא בידו אחת sind sehr schwer verständlich. Was soll es heissen: ״er wurde an seiner eigenen Hand gehängt“? Warum wurde nur R. Scherira allein gehängt und nicht auch sein Sohn R. Hai? Hatten doch die Gewalttäter auch ihn verleumdet und war doch auch er vom König gefangen genommen worden? Dann versteht man, wenn der Kalif R. Scherira des Lebens beraubt hat, nicht, wozu es dann noch heisst, dass er ihm gar keinen Lebensunterhalt zurückgelassen hat? Wozu denn Nahrung für das Grab? Es scheint also ganz klar, dass in diesen Worten ein Schreibfehler vorliegt, und dass es heissen soll ונחלה (mit ״ (חי״תund er erkrankte bald und starb *.“. Der Berichterstatter wollte sagen, dass, nachdem ihn der Kalif der Freiheit und des Vermögens beraubt und ihm gar keine Nahrung zurückgelassen hatte, er erkrankte und bald starb. Sein hohes Alter konnte all die Unbill nicht ertragen, die ihm zugestossen war; sein Sohn R. Hai hingegen war noch jung und konnte das Schwere überstehen4). *) Asulai, שם הגמלים sub. lit. ש. *) S. D. Luzatto für R. Schmuei Meklenburg, Hamaggid IV. Jhrg. 1860 No• 24 S. 64; vgl. auch Grätz, Gesch. d. Juden 52, 351, Anm. 1 und Brüll, Jahrbücher IX, S. 104/5. Wörterbuch zu den Talmuden und Midraschim s. v. בידא. 4) Reifmann, Lebensgeschichte d. R. Serachja Halevi S. 64.

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