Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 455)
- Language
- German
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337 Beweisführung angelegen sein Hessen, geht aus einer Stelle des אשכול הכפר von dem Karäer Jehuda ben Elijahu Hadassi hervor1). Betrachten wir ferner näher den Begriff, den uns unsere Weisen von dem Am Haarez geben, so müssen wir mit Staunen feststellen, dass dieser Begrifi ganz genau auf die Charakteristik der Karäer passt, sodass wir statt ״Karäer“ ohne weiteres ״Amme Haarez“ sagen können, worauf übrigens schon ein hervorragender Gelehrter hingewiesen hat. Unsere Weisen sagen nämlich: ״Wer ist ein Am Haarez? Nach R. Elieser: jeder, der abends und morgens das Schemagebet unterlässt; R. Josua sagt: wer keine Tephillin anlegt; Ben Asai meint: wer keine Schaufäden an seinem Kleide trägt; R. Nathan: wer keine Mesusa an der Türe hat“ (Berachoth 47 b). Dieses alles passt bis auf den heutigen Tag auf die Karäer. Die Verbitterung thorabeflissener Jünger gegen die Amme harrez ist daher zu begreifen. In ihrem Eifer überschritten sie jedoch die Grenzen. In einer Baraita (Pesachim 49 b) heisst es nämlich: einem ״Am haarez“ sei es nicht erlaubt Fleisch zu essen, und man dürfe ihn an einem Versöhnungstage, der auf einen Sabbath fällt, durchbohren, überhaupt wie einen Fisch zerreissen. Daher wollten manche Jünger behaupten, dass das Geld des Am־haarez vogelfrei sei. Diese im Uebermass jugendlicher Begeisterung auf die עמי הארץ der Gegenwart bezogenen Behauptungen konnten natürlich von den gereiften Gelehrten nicht gebilligt werden und sie wandten sich an R. Schema mit der Bitte, ihnen die Baraita mit den daran geknüpften Schlussfolgerungen zu erklären. Seine Antwort lautet: Wenn manche ״Jünger“ sich auf jene Baraithoth stützen und behaupten, dass das Geld der עמי הארץ vogelfrei sei, so irren sie, denn jene Baraithoth enthalten keine Halacha, keine Bestimmung über Erlaubtes und Verbotenes, sondern drücken nur die Abneigung unserer Weisen gegen die Amme haarez aus und sind nicht wörtlich aufzufassen. Ja, wenn jene Aussprüche buchstäbliche a) Fol. 138a: "זדאשוניך תנאיך ובעל* גמרא חכמיך שנן בך ואמרו אפילו ריש גדגזתנא מ; ששיא מוקסין ליה: מענהו (פדושו) אותו העץ המושט בראש התורן של ספינה מה' הוא שמעמידין אותו בראש התורן בתקינה; והאחרונים רועיך יתהללו לעצמם בחכמתם ואומרים ... אבל עמי הארץ באסתירא בלגינא כאיסקריא באזניך ומענהו עמי הארץ בפעמע או אגוז שהוא יחיד בתוך גוף כלי הלוג הריק והוא צועק בנענועו כפעמק. ואמרו אפילו עם הארץ הסיד הוא ואפילו ישר הוא בחסידיך שמו וגופו ארור הוא לאלקי ישראל ומותר הוא לנוהרו ביזם הבפזדים שהל להיות בשבת . . **