Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 448)
- Language
- German
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330 In Palästina und Babel, mit Feststellung des Talmudtextes und dgl. Aber auch Bibelerklärungen sowie hebräische und aramaische Sprachforschungen, die religiöse und wissenschaftliche- Stellung der Juden zur herrschenden Philosophie usw. bildeten* das Arbeitsfeld der Hochschule. Es gab keine noch so geringe,- das jüdische Leben betreffende Angelegenheit, mit der sich di& damalige Generation nicht befasst hätte und die nicht vor die Hochschule gekommen wäre, welche alles genau erwog und zur endgültigen Entscheidung brachte. III. Die vielen ßesponsen, die wir von R. Scherira besitzen,, geben uns ein klares Bild der damaligen Zeit und ihres geistigen* Niveaus. Indes soll hier darauf nicht näher eingegangen, sondern nur durch einen Blick auf einzelne besonders interessante Antworten die Grösse dieses Geisteshelden beleuchtet werden. Man muss^ wahrlich staunen über die herrliche Geistesfrische und den glänzenden Ideengang jenes unvergleichlichen Gelehrten und zugleich voll Bewunderung auf seine durchaus feinen, ethisch durchwirkten Grundsätze blicken, die dann von dem grossen Sohne des grossen Vaters fortgepflanzt wurden. Wie schön und richtigerscheinen dann die Worte R. Hais, in denen er auch eingesteht,״ all das grosse Gut von seinem Vater erworben zu haben, Worte,, die in jeder einzelnen Response jener grossen Männer ihre Bestätigung finden: ״Unser logisches Denken in der Eruierung der Dinim ist bekannt» Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen nach gründlicher Ueberlegung und fördern unsere Resultate in objektiver Forschung zu Tage. Indem wir nur der Wahrheit und Gradheit nachgehen,, suchen wir alles ans Licht zu bringen und so das Wahre za* lehren“1). י) Diesel Worte des R. Hai lauten: (שו״ת ־מהד״ם אלאשקר סימן קי״ו) "םברא דילן ודאבא מרי ז״ל ידוע בדייני מעולם לטיזל בתר אומדנא זמידק דאיקנא לעולם בתר עיקר מעשה שלא יהיה בו טרמזז ולמיעל ולטיזל לבתר .קושטא דמעשר, ולגלויי פל מיל* לאודה sind in zwei Versionen erhalten und (העטור ה' מתנת שכיב טרע) "סברא דילנא ודאבא מרי ידוע בדיני מעולם, למידק דייקנא לעולם בתר אומדנא, ומעשים שלא יהיו בהן מרמה וגזל ועול זלמיזל בתר קושטא זתריצותא דמעשים, ולגלויי כל מעשים, ולאורו**; לאמיתותא . . .״