Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 444)
- Language
- German
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326 Gaon Hai, der sich mit uns verschwägerte uud bei dessen Verheiratung mit unserer Tochter schriftlich festgesetzt wurde, dass alle Spenden die mit Namensnennung an einen von uns geschickt werden, dem betreffenden Adressaten gehören, die aber ohne bestimmte Adresse oder an die der ein״ zelnen Schriftgelehrten ankommen, zur Hälfte aufgeteilt werden sollen1). Obgleich die Wiederherstellung der Hochschule zu Sura nur den Bemühungen des R. Scherira und denen seines Sohnes R. Hai za verdanken war," darf es uns nicht wundern, dass dennoch Misshelligkeiten zwischen R. Samuel b. Chofni und R. Scherira ihretwegen entstanden waren. ״Denn die beiden Familien, nämlich die des R. Scherira und des R. Chofni, des Sohnes des R. Kohen Zedek und des Bruders von R. Nechemia, welche beide vor R. Scherira in Pumbadita Geonim waren, machten ihre Ansprüche auf das Gaonat in Pumbadita geltend2). Und nur die Einsetzung des R. Samuel b. Chofni zum Gaon in Sura, sowie der Umstand, dass R. Bai die Stelle seines Vaters behielt, führte eine Aussöhnung unter ihnen herbei und sie stimmten überein, die für die Hochschulen einlaufenden Spenden unter einander zu teilen. Auf jeden Fall war die Wiederaufrichtung der Hochschule zu Sura neben der zu Pumbadita in jenen schweren Tagen ausschliesslich das Werk des R. Scherira und seines Sohnes R. Hai. II. Immer grösser wurde die Sorget R. Scheriras um die Sicherung und Förderung des Thorastudiums. Und in dem Masse als es ihm gelang, die Wertschätzung der Thora in Babel und speziell die Bedeutung der Hochschule za Pumbadita nach innen und aussen zu erhöhen, vergrösserte sich auch der Wirkungskreis der Hochschule, da wieder aus nahen und fernen Ländern Schüler herbeiströmten, die von neuem den Ruf der Hochschule in die Welt hinaus trugen und ihr ihre alte Berühmtheit wiederverschafften. Wieder überhäuften alle Gemeinden, vornehmlich י) J. Q. R. XIV, 308: ואף מ נעשה שלום גמור בינינו ובין מר רב שרירא גאון רי״ת טרם אסיפתו (בשנים) [בישגי עפר?] ועם גאון בנו יאמצהו בגיננו בי התחתן בנו ויקה בתנו ויכתבו בינינו תנאים ב[שטר] ומהם כי כל הנדבות הבאזת בשם כל אהד ממנו יהיו לו לעצמו ואשר יבא כתם או בשמות חכמי הישיבה יהיו הלוקים חצים לנו •והחצי לחתננו. 2) Harkavy, חדשים גם ישנים, Zusätze zu Grätz III, 9.