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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 437

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 437)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486281--3371-3489737
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319 von Saadja, zu existieren aufgehört, und das Hauptgaonat zu Sura, die ״Jeschibah der Rechten“1) des Exilarchen (שיבה של ימין') ging unter. Es blieb nur noch die ״Jeschibah der Linken“, die zu Pumbadita, bestehen. Doch auch hier hat der Streit um die Ernennung der Geonim nach dem Tode des R. Chanina, des Vaters von Scherira, eine innere Spaltung verursacht2), welche auch das äussere Ansehen der Hochschule beeinträchtigte3). Nun hielten die einzelnen Gemeinden in Spanien, Afrika u. a. die Zeit für gekommen, sich von der ״schwachen Hand“, von der Hochschule zu Pumbadita, loszusagen, da es ihnen gelang, Lehrhäuser in ihren Gegenden zu begründen, die bald grosses Ansehen erlangten. Und auch die von dem Kalifen unabhängig gewordenen Könige waren sehr froh darüber, dass auch die Juden in ihren Ländern nicht mehr von Babylonien und seinen Gelehrten abhängig waren4). Der Autorität der babylonischen Schulen schadeten auch die [?palästinensischen Lehrhäuser, die in den Tagen des Streits zwischen Ben Meir und Saadja für sich das Recht der Kalenderfestsetzung in Anspruch zu nehmen suchten und die dann auch nach dem Tode des R. Hai Gaon ihren Oberhäuptern den Gaon- Titel beilegten. Naturgemäss hörten dadurch die üblichen Spenden auf, welche alle diese bis zu jener Zeit zusammen mit den Halacha-Anfragen an die Hochschule geschickt hatten. Ueberdies waren viele Gemeinden, welche bis dahin die Hochschulen und ihre Häupter unterhalten hatten, infolge der im Lande stets *) Vgl. הגרן I S. 91 : .מראש ימין עיר מ ה סי ד; Responsen der Geonim ed. Harkavy S. 273: מעשה בית חד; שער ישיבד. של ימין in אגרת אורחות עולם (Offenbach ת״פ) 41b: (ומנה (בוסתנאי) את חכמיו ראשי ישיבות אחת של ימין ואהת של שמאל. ימיי היא סוריא (= סורא ושמאל נהרדעא ופומבדיתא; siehe auch יוחסין ed. Krakau fol. 120a und שבט יהודה ed. Wiener S. 85. 2) Wie aus einem Brief, der von Babylonien nach Spanien im Nissan 1264 der Aera Sei. gerichtet worden war, hervorgeht, wo es lautet: ובבל זאת המחלוקת שיש בישיבה נדבינו ושהנו עד עפר. (J. Q. R. XVIII, 401—3). Siehe auch R. Scherira am Schluss seines Sendschreibens. 3) In einem Brief von Scheriras Vorgänger R. Nechemja Gaon heisst es": .. .'שאנחנו כותבים אליכם בכל שגה ומקוים ומיהלים מכם ... ויעבור קציר ויכלה קיץ ילא ראינו מכם מאומה ואיננו יודעים בעבור מה עזב תונו ושבהתונו והשלכתונו אחרי גוכם . . . שמא הס ושמם מאסתונו או געלה נפשכם אותנו שאפילו אינכם משיבים עלאגרותינו או שמא יש לבם ספיקה באמיתת ש ר ר ו ת י נ ז . . . גם הוקשה לנו כי לא השגחתם בנו . . . (J. Q. R. XIX, S. 102-6). בי שמח המלך על הדבר שמחה גמלה כששמע שאין היהודים שבמלכותו צריכים לאנשי בבל (ראב״ד). (4

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