Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 398)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3486266-3486281--3332-3489698- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
280 Meine Dimiana erhält die Freiheit (fica forra)ג); man soll ihr ein neues Tuehkleid nebst ihren alten Kleidern, ihrer Wäsche und ihrem Bett geben. Meine Schwestern bitte ich, sie bei sich zu behalten, für sie zu sorgen und sie so zu behandeln, wie ich־ es mit dem ihrigen (cousas suas) tun würde. Ich erkläre, da£s man bei meinen Juwelen drei goldene Portugaleser (Portuguezes) finden wird. Einen hiervon soll meine Schwester Ines Correa während meines Sterbejahres in Händen behalten und ihn nach Ablauf desselben meinem Neffen Isaq geben, falls er jeden Tag für mich Cadis gesagt/ haben wird; sagt er denselben nicht, soll man ihn dem Joseph Palache geben, damit dieser das ganze Jahr den Cadis für mich sagt u. s. w. Ich bitte alle, gute Freunde und einig zu bleiben, mir zu verzeihen,, wenn ich sie irgendwie gekränkt habe, und meine Seele dem Herrn zu empfehlen, auf dass Er mir Barmherzigkeit gewähre. Hiermit schliesse ich mein Testament, indem ich alle bitte, mir dasselbe In Frieden, Eintracht und mit Gottesfurcht zur Ausführung bringen zu lassen. Eigenhändig errichtet von mir zu Hamburg am 26. Juni 1651. Violante Correa. Wegen der Ausschreitungen, welche sich Abraham Kayser gelegentlich der Hochzeit seiner Tochter hatte zu Schulden kommen lassen, indem er zu grosse Tanzbelustigungen abhielt und weit über das hinausging, was man ihm gestattet und er selber versprochen hatte, liess man den Genannten vorladen und, da er keine Entschuldigung yorzubringen vermochte, wurde er mit einer Geldstrafe von Rt. 4 belegt. Die Herren H. H. trugen vor, sie hätten vor einiger Zeit festgestelt, dass im Hause des Jacob Jessurun Fett verkauft worden war, an welchem sich Teile befanden, deren Genuss verboten ist. Sie haben den Genannten mit Rücksicht auf sein Alter 1J Die Violante Correa hatte also aus Portugal ihre Sklavin mit gebracht ein Fall, der damals wohl nicht zu den Seltenheiten gehörte. Auf S. 27 des oben erwähnten Buches von Dr. Grunwald sehen wir ebenfalls einen portugiesichen Juden dargestellt, der seinen Negersklaven mit sich führt. Manche Gebetbücher aus dem 17. Jahrhundert enthalten denn auch; die ברכד. ע?* מילת עבדים.