Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 397)
- Language
- German
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279 *hiesiger ^tadt ’Haitiburg wohne, mich bei vollem Verstände, gesund *und wohl befinde, habe, da ich den Tod befürchte, mittels dieser eigenhändig von mir geschriebenen Zeilen meine letztwilligen Verfügungen treffen wollen. Erstens empfehle ich meine Seele Gott, der sie geschaffen hat, und bitte Ihn für mich um Barmherzigkeit •und um Vergebung der Sünden, die ich gegen Ihn begangen habe. Möge Er mich nicht zur Rechenschaft ziehen 1 Mein Körper soll auf dem Bett Haim neben dem Grabe meiner seligen Mutter bestattet werden!). Man soll mir in mein Grab eine Last guter Erde (carga de boa terra) w erfen lassen, welche zu diesem Zwecke :anzukaufen ist. Man soll mir eine Leichenbekleidung (mortalha) nach dem Wunsche meiner Schwestern Inös Correa und Francisca Mendes anfertigen lassen. Dieselben ernenne ich zu meinen Testamentsvollstreckern zusammen mit meinem Schwager Andrö de Castro und meinem Neffen Frau™ Pardo, sowie Herrn Aräo Senior. Ich bitte sie alle dringend, sich das Fortkommen meines Neffen Isaque Naar, Sohnes meines Bruders Abraham Naar, angelegen sein zu lassen, weil er noch ein Kind ist. Ich ernenne ihn zum Universalerben alles dessen, was ich habe und was mir zugehört, indem ich erkläre.Aus diesem Grunde nehme ich das Vermögen an mich, welches ich in Portugal besitze und verkaufen liess. Falls das Vermögen in Portugal nicht sofort verkauft wird, sollen die aus demselben fliessenden Revenüen unter meine Schwe- Stern Ines Correa und Fran2^_ Mendes, meine Nichte Guimar Mendes, Frau meines Neffen Fran^ Pardo, und meinen Neffen Isaq Naar gleichmässig verteilt werden, unter der Bedingung, dass er nicht nach Portugal geht. Falls er (dennoch) dahin geht, hinterlasse ich besagtes Vermögen irgend einer Tochter resp. einem Enkel *oder einer Enkelin meiner Schwester Gracia Manuel. :5581 (182 t) wieder Zutritt fanden, habe man mit Erstaunen wahrgenommen» -dass einige Familien von weither aus dem Inneren des Landes kamen, um an «der Feier des .יום. הכפורים teilzunehmen. Dies waren Marannen (אנוסים), welche drei Jahrhunderte hindurch den Glauben und die Traditionen ihrer Voreitern treu bewahrt hatten:" 1) Das von Dr. M. Grunwald herausgegebene Buch *Portugiesengräber auf deutscher Erde" -enthält sehr wertvolle Mitteilungen über den üBegräbnisplatz in Altona.