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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 396

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 396)
Language
German
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barkeit (balborda) in unseren Häusern zu verbieten. Es wird daher angeordnet, dass fortan niemand von unserer Gemeinde in seinem Hause Gesellschaften oder Tanzbelustigungen deutscher Juden, ob mit oder ohne Musik, gestatten darf. Sollte jemand diese Verordnung übertreten, verfällt er ohne weiteres in eine Strafe von Rt. 12 zum Besten der Armenkasse, und diese Strafe soll ohne Zulassung einer Entschuldigung unnachsichtlich beigetrieben werden“. Am 16. Hiiar vorigen Jahres waren gewisse zwischen Herrn Dr. Baruch Namias und Isaq Naar schwebende Streitfragen durch Vermittlung des Vorstandes in der aus diesem Protokollbuch ersichtlichen Weise erledigt worden. Nunmehr beantragt Isaq Naar, man wolle, ebenso wie man das Xodizill der seligen Violante Correa zu Protokoll genommen hatte, auch deren Testament, auf welches in jener Abmachung verwiesen wird, eintragen lassen, da das Original verloren gegangen sei. Er brachte eine Abschrift bei, welche Herrn Dr. Baruch Namias vorgelegt und von diesem genehmigt und richtig befunden worden war. Folgt Abschrift des Testaments. Im Namen Gottes! Amen! Ich Violante Correa1), Tochter des Mel (Manoel) Mendes und der Guimar Mendes, die ich in 1l Das Testament der Violante Correa, welche an anderer Steile Hanna Naar heisst, konnte hier nur im Auszuge wiedergegeben werden Die Genannte hat anscheinend in Portugal sowohl ihren wahren Namen wie auch ihren Glauben geheim halten müssen. Es besteht übrigens die begründete Vermutung, dass sich noch viele Jahrhunderte hindurch Krypto-Juden In Portugal aufgehalten haben. In Verbindung hiermit lässt sich auch wohl der Umstand erklären, dass am 9. Adar segundo 5516, in Veranlassung des Erdbebens zu Lissabon, in der Hamburger Portugiesen-Gemeinde ein alb gemeiner Fasttag beobachtet wurde, zu welchem der damalige Chacham jahacob de Abraham Bassän eine besondere Gebetordnung in hebräischer und spanischer Sprache verfasst hat. »El Tiempo“, eine zu Smyrna in Ladino «׳ Sprache erscheinende Zeitung, enthält in einer Ausgabe vom September 1906 folgenden lesenswerten Artikel: '״ ובאו האובדים בארץ אשזד זכוEs wird erzählt, vor vielen Jahren nach Einweihung einer Synagoge der von neuem nach Lissabon, der Hauptstadt von Portugal, gekommenen Juden, welche daselbst im Jahre

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