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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 394

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 394)
Language
German
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276 sie hätten wegen der am Dreckwall belegenen Häuser des Willem de Wrede unterhandelt, welche sie für 30 000 M. bekommen können. Die Wahl des Hauses wurde von allen gebilligt, und man stimmte dem bei, dass weitere Schritte zur Verwirklichung dieses Vorhabens getan würden. Zur Ergänzung des Fehlenden wurde beschlossen, die ganze Gemeinde mit einer Abgabe zu belegen und gleichzeitig alles für Kultuszwecke dienende Silberzeug (prata kodes), soweit es entbehrlich ist, zu verkaufen. Auch hielt man es für angebracht, wenn sich Gelegenheit hierzu bietet, das kleine Haus an ein Mitglied unserer Gemeinde wiederzuverkaufen, unter der Bedingung, jedoch, dass es dasselbe zu keiner Zeit an einen Nicht-Israeliten verkaufen oder veräussern darf. In dieser Weise wurde also bestimmt, und gebe Gott, dass es zur Förderung Seines heiligen Dienstes und zu unserm Besten gereiche! In derselben Sitzung wies der Präsident darauf hin, dass es, da unsere Gemeinde z. Zt. an Personenzahl so schwach ist (diminuta de gente) zweckmässig wäre, wenn fortan die Verwaltung von nur 5 Personen wahrgenommen würde, welche Zahl er für genügend halte. Auch dieses wurde von allen genehmigt und man beschloss, bei der nächsten Wahl hiernach zu verfahren; es sei indes nicht nötig, dieserhalb die ganze Gemeinde zus,ammen zu berufen. Eoshodes Tamus. Man liess folgendes von den Kanzeln bekannt machen: ״In Erwägung ziehend, dass viele Mitglieder unserer Gemeinde dadurch zu Bedenken Anlass geben, dass sie Fleisch von deutschen Juden kaufen und hierbei die rituelle Behandlung der Hinterviertel (fraldas) durch diese vornehmen lassen, ohne zu bedenken, dass der von jenen vorgenommene Nikur (purgadura) uns nicht genügt, erschien es dem Vorstande angebracht, zu verbieten, dass Fleisch vom Hinterviertel, es sei Rind-, Hammel- oder Lammfleisch, bei deutschen Juden gekauft wird, ausser wenn diese mit unserer Art der rituellen Behandlung

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