Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 389)
- Language
- German
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271 es sind in dieser Beziehung Missbrauche vorgekommen. Um diese zu vermeiden und umjeden Anstoss aus dem Weg zu räumen, wird solches allen kund getan, und sei hiermit verordnet, dass niemand, ob Privatmann oder Fleischhändler, Ochsen-, Hammel-, oder sonstiges Fleisch anders als im Beisein des Haim Sarruco oder seines Sohnes Joseph und, nachdem diese ihre Marke anerkannt haben, empfangen darf. Die Ebengenannten sollen hierzu in Bereitschaft sein, sobald sie gerufen werden. In Gemässheit einer alten Ver- Ordnung wird von neuem darauf hingewiesen, dass, bei Vermeidung der in jener Verordnung angedrohten Strafe, niemand Fleisch von der christlichen Fleischhalle (prassa dos goim) beziehen darf, selbst dann nicht, wenn es von unserem Schächter gemarkt und anerkannt wird. Desgleichen wird davor gewarnt, Fleisch durch einen nichtisraelitischen Dienstboten holen zu lassen; es sei denn, dass derselbe von einem Israeliten begleitet wird. — Aus Gründen, welche von dem Vorstand erwogen worden, wird ferner verboten, Zungen oder Rauchfleisch zu kaufen, welches von Altena oder Wandsbek oder aus anderen Gegenden bezogen worden, mit Ausnahme desjenigen aus Amsterdam und Glnckstadt, welches für erlaubt erklärt wird, falls man die Gewissheit hat, dass das betreffende Vieh von einem Sochett unserer Nation gesch ächtet und untersucht ist (degolada e badcada). 11. Hiar5419. Dil (Daniel) Cohen verlangt Mk. 44 für das von ihm gemietete Lokal für Talmud Torä, weil man dasselbe nur ein Jahr lang benutzt hat. Die Zahlung dieses Betrages wurde angewiesen. Jacob Ulhoa beantragt eine neue Verhandlung in der Angelegenheit, bezüglich welcher er zu Rt♦ 20 verurteilt worden war. Er stützt seinen Revisionsantrag darauf, dass an der Verhandlung seiner Angelegenheit drei Herren teilgenommen haben, welche er beanstande, nämlich der Präsident Herr Samuel de Caseres, Herr Dr. Baruch Namias und Herr Mos6 Is. Pacheeo. Er verlangt, man solle, an Stelle dieser, andere ernennen, um seine Sache nochmals zu verhandeln. Es wurde hierüber beraten und das Gutachten der Herren Chachamim eingeholt. Man ge-