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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 378

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 378)
Language
German
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260 Auf dieses Versprechen bin habe der Vortragende nun den Best dier Gerste angekauft und hierfür dem Paulsen den noch näher anzugebenden Betrag in Rechnnng gestellt. Jetzt wolle Paulsen ihn auf Begleichung der getroffenen Abmachung gerichtlich verklagen. Da er nun Verdacht hege, dass Ulhoa hierbei seine Hand im Spiele hat, halte er es für seine Pflicht, sein Gewissen zu entlasten und den Vorfall hiermit dem Vorstande anzuzeigen, damit dieser die Sache untersucht. Gleichzeitig bittet er, man wolle den Ulhoa veranlassen, eine Bescheinigung über das durch dessen Vermittelung getroffene Abkommen zu erteilen. Man liess Jacob Ulhoa rufen und befragte ihn wegen der obigen Angelegenheit. Er antwortete, sobald ihm Bravo seine Courtagerechnung bezahlen würde, werde er den ganzen Sachverhalt darlegen. Sein Wort habe er überhaupt nicht gegeben, ebensowenig habe er Schuld an dem Prozesse, den Paulsen gegen den Genannten anstrengt. Man beschloss, sich bei Abraham Benveniste zu erkundigen und wies den Schatzmeister an, ihn zu befragen. Am 7. A d a r. Man erliess eine Bekanntmachung, welche wörtlich mit der unter dem 12. Adar 5416 verkündeten übereinstimmt; sie betrifft, das Verbot des Maskierens und Musizierens in den Strassen an Purim. — Sodann heisst es: /I(l P ^er ^ors^an<^ darauf aufmerksam gemacht worden ist,.! ■J J O dass das übliche, übermässige und geräuschvolle Haman-Klopfen (bater Aman), es sei mit den Füssen oder mit Hämmern oder in irgend sonstiger Weise, Anstoss erregt und unserer Ruhe nachteilig sein kann, und da übrigens, wie die Hahamim erklärt haben, hierzu keinerlei Verpflichtung vorliegt, erschien es dem Vorstande angemessen und notwendig, diesen Gebrauch vollständig abzuschaffen,ä und verordnet er hiermit, dass bei jenen Gelegenheiten, seines an Purim oder an Sabbat Micamocha 1I niemand, ob mit oder ohne Werkzeug, Geräusch machen (bater) darf. Den Herren Vorstehern und Lehrern der T. T. wird emp- *) Unter Sabat Micamocha ist שבת זמר zu verstehen, so benannt nach dem an jenem Tage in den sephardischen Synagogen rezitierten Purim-Epos des •הודה הלו*, dessen Anfangsworte מי כמוך lauten.

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