Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 372)
- Language
- German
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254 remittierten 100 Patacas (d. s. spanischen Piastern) auf Guillm (Wilhelm) de Hertogh, zahlbar an Mel (Manoel) Roiz Tsidro für Rechnung des Aräo Jesurun, zu ermöglichen. Der Genannte vermittelte dieses, cassierte das Geld ein und übergab es genanntem Jesurun. Der Vorstand verpflichtete sich Herrn Teixeira gegenüber zur Gewährleistung. Jesurun erteilte dem Vorstande eine Quittung und verpflichtete sich, die hierüber erforderliche Erklärung auszustellen. Isaq da Silva teilte mit, er habe am vergangenen Simchat Torä in der Synagoge Rt. 100 für einen Gegenstand (pessa) zur Ausschmückung derselben gelobt. Da er nun nicht wisse, welcher Gegenstand am notwendigsten ist und den meisten Beifall finden würde, bitte er, ihm denselben zu bezeichnen, da er bereit sei, ihn anfertigen zu lassen. Man liess ihm durch den Schatzmeister antworten, der Vorstand nehme dieses Anerbieten an, danke ihm für dasselbe im Namen der Gemeinde und werde ihm bei Gelegenheit Näheres hierüber vorschlagen. Es haben sich verschiedene Personen um die Herstellung der Massott beworben. Da der Vorstand dasjenige Angebot zu berücksichtigen wünscht, welches für die Gemeinde das vorteilhafteste ist, wurde folgendes von den Tebot verkündet: ״Auf Befehl des Vorstandes wird angezeigt, dass diejenigen Herren, welche die Herstellung der Massot sowohl für die Armen wie auch zum Verkauf an Privatleute zu übernehmen wünschen, sich im Laufe der nächsten Woche unter Angabe des äussersten Preises schriftlich (dem disso bilhete) an den Herrn Präsidenten zu wenden haben. Man wi!d dann in dieser Hinsicht das beschlossen, was am zweckmässigten erscheint. 23. T e b e t. Jacob Senior Coronel teilt schriftlich mit, er wolle nach Amsterdam reisen und bitte um Beihülfe zu den Reisekosten. Beschlossen: Bei seiner Abreise solle ihm der Schatzmeister 1 Rt. als Zehrgeld (matalotagem) behändigen, sowie mit einem Küsten- Schiffer (charrueiro) den Fahrpreis vereinbaren und diesem zahlen. Es wurde bestimmt, die Simurim für Pessach durch den Gabay der Hauptsynagoge verteilen zu lassen. Er soll von jedem