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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 370

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 370)
Language
German
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252 Händen befindliche Obligationen des Jaques Budier auszuliefern, damit sie, Petentin, sich Deckung schaffen kann, falls von Speyer (Espira) ein ihr ungünstiges Urteil eintrifft. Der Vorstand* welcher einsah, dass seine Befugnisse nicht soweit gingen, den Lima zu zwingen, andererseits aber das Gesuch für gerechtfertigt hielt, beschloss, die Herren Joseph Jesurun und Dr. Baruch Namias sollen namens des Vorstandes mit de Lima sprechen und ihn zur Herausgabe der Obligationen durch Zureden zu veranlassen suchen, .eventuell, falls dieser ein Präjudiz befürchtet, solle er jene Dokumente bei dem Vorstande deponieren. Die Be:־ miihungen erwiesen sich aber als erfolglos; denn de Lima machte Gründe geltend, wegen welcher er es durchaus ablehnen müsse, die Obligationen aus Händen zu geben. Diese Antwort liess man der Frau Witwe mitteilen. 7. T e b e t. Es fand eine Versammlung des jetzigen und des letztvorhergehenden Vorstandes statt, um über die Finanzlage zu beraten? weil das vergangene Jahr mit einer Schuld von pro resto Mk. — abschloss. Da die Einnahmen die nötigen Ausgaben nicht mehr decken und infolge der zu zahlenden Zinsen die Schuld immer mehr anwächst, sei es erforderlich, rechtzeitig Abhülfe zu suchen, um die Schuld allmählich zu tilgen und zwar entweder durch Auflage einer Steuer (finta) oder Erhöhung der Gemeindeabgabe (direito da Nagäo). Die Sache wurde erörtert und map kam fast einstimmig dahin überein, dass es nicht statthaft sei, die Gemeindeabgabe zu erhöhen, sondern, dass es richtiger wäre, eine allgemeine Steuer aufzuerlegen und bald erheben zu lassen. Diese soll dazu dienen, die Schuld zu vermindern; während es Sache des Vorstandes bleibt, die laufenden Ausgaben nach Möglichkeit einzuschränken, damit solche die Einnahmen, welche, so Gott will, zunehmen werden, nicht übersteigen. Ferner brachte der Präsident in Vorschlag, alle gottesdienstliehen Versammlungen (congregagoens) zu vereinigen und Schritte zu tun, um ein Gebäude zu bekommen, in welchem unsere ganze Gemeinde sich zur Andacht versammeln könnte. Er führte hierfür manche Gründe an, bewies auch, dass solches Gott gefällig und schliesslich für die Gemeindekasse von bedeutendem Vorteil sein

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