Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 369)
- Language
- German
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251 nach angetan, dass man ihn so strenge bestraft und kränkt. Er bittet, man möge die Sache noch einmal prüfen und ihm gestatten, seine Tätigkeit wieder aufzunehmen. Man liess nun die Vorsteher der T. T. kommen und erkundigte sich bei ihnen, wie sich der Unterricht während des Fehlens des Meatob gestaltet hätte. Jene antworteten, der Genannte werde nicht vermisst, man bedürfe seiner auch nicht. Dagegen werde der Unterricht des R. Abräo de Campos vernachlässigt, weil dieser bei den Vorstands* Sitzungen. tätig zu sein habe; hierin müsse Abhülfe geschaffen werden. Campos erklärte auf Befragen, er könne nicht gleichzeitig an zwei Orten sein und andererseits gestatte sein Gehalt ihm nicht, sich für den Unterricht einen Stellvertreter zu halten. Er bitte daher, ihm ein höheres Genalt za gewähren oder seine Entlassung anzunehmen. Da nun z. Z. Gehaltserhöhungen nicht angebracht sind, der Genannte aber keine zwei Aemter wahrnehmen kann, ward beschlossen, ihn unter Auszahlung des Gehalts für 2 Quartale aus seiner Stellung bei der T. T. za entlassen. In der Sache des R. Meatob wurde beschlossen, ihn seine Tätigkeit in der Schule (escola) wieder aufnehmen zu lassen. Der Vorstand ist zu der Einsicht gelangt, dass der Unterricht in der T. T. im Rückgänge begriffen ist. In Erwägung ziehend, dass ihm die Pflicht obliegt, über dieses fromme Werk mit grosser Sorgfalt zu wachen, da doch diese die grösste Misvä ist, welche wir ausüben können und welche mehr als alle anderen geeignet ist, uns in diesem unserem Exil (cativeiro) aufrecht zu erhalten, wird beschlossen, es solle alle 2 Monate ein allgemeines Examen (escuta geral) sämtlicher Schüler stattfinden, welchem ein Mitglied des Gemeindevorstandes und die Vorsteher der T. T. beizuwohnen haben. Es soll hierbei mit grosser Aufmerksamkeit und möglicher Genauigkeit verfahren werden, indem man die Leistungen jedes einzelnen Schülers notiert, um bei dem folgenden Examen feststellen zu können, wieviele Fortschritte er gemacht hat, und die Lehrer, je nach dem Resultat, zu loben oder zu tadeln. Gott gebe, dass dieses fromme Werk nunmehr sich immer erfreulicher entfalte! Am 3. Tebet. Die Frau Witwe Dona Judica del Prado bittet den Vorstand schriftlich, den David de Lima zu zwingen, ihr gewisse, in seinen