Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 351)
- Language
- German
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233 Bekanntmachung über Häuser (cazas) oder sonst etwas verlesen «darf, ohne zunächst den Vorstand hiervon zu verständigen. Bekanntmachungen über Bannspruch und sonstige Ge- Wissenssachen (escrupulos) sollen von den Herren Hahamim von der Tebä verlesen werden. Die übrigen verliest der Parnass oder der Hazan, je nachdem ersterer bestimmt * 1 II.). Am 28. desselben. Bezüglich der von dem Vor stände verhandelten Angelegenheit zwischen David de Limma und Daniel Joseph de Vargas erklärt «der Vorstand, dass genannter de Limma nur verpflichtet sei, befüglich der Angelegenheiten über Ländereien (terras) ein iKompromiss zu schliessen, im weiteren aber nicht. 8. V e a d a r. Der H. Roby Liau (Leao) bittet um Unterstützung, da er .sich in grosser Not befinde. Ihm wird geantwortet, er solle bei :allen sich bietenden Gelegenheiten in erster Linie berücksichtigt werden, doch liege in diesem Augenblicke keine Veranlassung vor, seinem Gesuche statfczugeben. l) Den damaligen Zeitverhältnissen entsprechend, wurden auch Beikanntmachungen profanen Inhalts von der Tebä verlesen. Das Minhagimbuch gibt hierfür einige Formulare an, von denen zwei hier In der Ur- Sprache folgen: I. Para cousas perdidas. Se faz saber a VM que — feira äs ־־־־ horas se perdeu. — Se pede a <quem o achar se sirva restituhilo a seu dono ou a — e levarä — em re- *compensa. [I. Für verlorene Gegenstände. Es wird Ihnen kundgetan, dasg .am —tag, um — Uhr ein — verloren gegangen ist. Man bittet den Finder, ihn seinem Eigentümer oder an — zurückzuliefern und er wird als Belohnung — erhalten]. II. Em occaziao que qualquer particular for forgado a sahir de sua casa contra sua vontade e pretender seja impedido a outrem viver em «dita casa, se pregoarä com ordern do Prezidente; Se pede aos SSr08 Jehidim d’ este K. K. se sirvao nao alugar a caza <ou os aposentos em que ao prezente vive n’ella o Sr. —־. (Falls irgend ein Mitglied gezwungen wird, gegen seinen Willen aus- :zuziehen und es sein Wunsch ist, dass andere davon zurückgehalten werden in dem betreffenden Hause zu wohnen, soll mit Erlaubnis des Präsidenten verkündet werden: »Die Herren Mitglieder dieser Gemeinde werden gebeten, gefälligst das Haus oder die Räume nicht zu mieten, weiche zur Zeit von Herrn — bewohnt werden.)