Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 339)
- Language
- German
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221 kehr des Abend- und Morgenlandes vermittelte“. Darum war deren Besitz von grosser Wichtigkeit für Egypten. Die genaue Ortslage derselben wird wohl schwerlich mehr zu ermitteln sein. Ohne Bedenken aber darf man Chatti mit חתלון (Chet[10n]) zusammenstellen. An der Weglassung des Consonanten ן wird man kaum Anstoss nehmen dürfen, zumal wenn man demselben Yorgange schon anderweitig begegnet. So wird in denselben Briefen *En-Gannim schlechtweg ״Gina“ genannt 1). — Des weiteren wird Zedad (2 (צדד) in unserem Texte mit Zedad, etwa zwei St. nördlich von Chawärin, zusammengestellt 3), während Berothä (בדותה) mit .Beiruth, der heute bekannten syrischen Hafenstadt identitifiziert wird4). Sibrajim, dessen Ortslage unbekannt ist, hat sich wahrscheinlich aus Siphron gebildet. Die Dualendung darf uns nicht wundern; findet man ja z. B. auch דותין — דותן. Auch ist der Übergang von פ in ב und מ in ן sowie ז in ס sehr häufig. Eine Umbildung, wie זפרון in סברום bezw. סכרים, ist nicht ungewöhnlich. — Während nun aber Chatti und später Antiochia durch eine direkte Strasse mit dem Meere und somit auch mit dem Hör verbunden war, vermittelte den Verkehr zwischen ihm (Hör) und den erstgenannten Städten die Bikä\ Dieselbe (Bikäc) benennt nun der Prophet: תיכון .הצר התבון, Stammwort תוך, davon הרך Mitte, bedeutet das in zwei Hälften Geteilte. Das Targum hat dafür: בריבת (5עגבאי x) Clausz ibid. 22. 2) לב1א צדדה (Num. ibid. 8). Dafür setzt Fragm.-Targ.: דאיוליס דקילקאי, was Hildesheimer (a. a. O. Note 255) in ־=) אולם Jvkcov) corrigiert. yjAvk<5v der Kilikai“ wird nun heissen: Das grosse Tal von Cilicia. Wahrscheinlich dachte sich darunter auch der Targumist die grosse Ebene el-Amk. Indes ist die Combination Zedad=Zadad doch sehr wahrscheinlich. Auch daraus geht aber hervor, dass auch in alter Zeit in dieser Gegend die Nordgrenze gesucht wurde. 3) Furrer, ZDPV 8, 16 ff. 4) Estori a. a. O. 5) So lesen die ältesten Ausgaben, so liest auch Raschi, der das Targum citiert. Hierzu bemerkt nun Kohut (s. v.): Schwarz, D. hl. Land 278: בבאי*. Hätte sich aber Kohut die Muhe genommen, Schwarz nicht in der lieber״ Setzung, sondern im Originale nachzusehen, wäre ihm der fehlerhafte Nachdruck erspart geblieben. תבואות זזאדץ ed. princeps 16a liest: בבאי*! Die Combination des Uebersetzers ist übrigens auch ein Nonsens; denn bis zum See Samochonitis hat sich doch die Nordseite nicht erstreckt, zumal auch die Ostgrenze in Dar Kanon (ibid. S. 8), nordwestl. von Damaskus, gelegen haben soll.