Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 259

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 259)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3486266-3486281--3193-3489559
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Fürth1). Er war als Korrektor in der Druckerei des Josef b. Saiomon Schneior beschäftigt2) und zeigte sich gegen solche Gelehrte, die ihre Werke selbst einer Korrektur unterzogen, sehr zurückhaltend3). Sein Sohn Jakob war Drucker und Possenmacher (Klesmer), beides auch gemeinschaftlich mit seinem Bruder Jirmija Arje vulgo Löbele Fürth (s. d.)4). Als Drucker zeichnet er in den Jahren 1701 und 1722 und ist wohl mit Jakob Koppel b. Samuel identisch, der 1676 eine rabbinische Entscheidung gegen Josel Witzenhausen mitunterzeichnete 5). Kindskopf, Josef, (Josel) b. R. Mosche, Rabbinatsbeisitzer unter E. Raruch Rapoport, stammte aus Frankfurt a. M.6), weshalb er auch häufig unter dem Namen Josef Frankfurt angeführt wird7). Er war Schwager des Vorstehers Salomo Schneior II. (s. d.). Das Amt eines Dajan bekleidete er ungefähr vom Jahre 1708 bis zu seinem am 31) עי״ח אלול. August) 1750 in hohem Alter erfolgten Ableben8). Seine Gattin Sara war die Tochter des Lemle Ulmo Günzburger9); seine Tochter Rifka starb 1771 in Frankfurt a. M. (Grabschriften Nr. 3401). In den Fürther Protokollbüchern wird auch ein Sohn Mosche 1l Vgl. Kaufmann-Gedenkbuch S. 402 u. 404; die Grabschrift das. S• 444, deren zweite Zeile am unrichtigen Platze ist und oben als Aufschrift stehen sollte, hat ein falsches Sterbedatum; anstatt יום שני סוכות soll es'«נם ששהה תנדה heissen. Die Grabschrift ist in cod. Hamburg, der Brann vorlag und den auch ich eingesehen habe, nicht von Cnollen, sondern von Christian Wolf selbst eingetragen, der vielleicht die Abkürzung ש״ת In שני סובוה aufgelöst, das ohnedies kein Kenner der hebräischen Sprache so geschrieben hätte• 2) Vgl. מגלה עמוקות (Fürth 1691) und תורת כתנים (das. 1692) Epigramm. 3) Vgl. עלה דיונת (das. 1694) im Nachwort. 4) Vgl. אשל אברהם (das. 1701) letzte Seite. 5) Diese Entscheidung ist der 1676/78 in Amsterdam erschienenen Bibelausgabe vorgedruckt. 6) Die Familie Rindskopf, die ihren Ursprung auf R. Lippmann Heller (תוספות יזם טוב) zurückführte, war auch in Deutz ansässig; vgl. Deutzer Memorbuch ed. (eliinek S. 38 ff., 57 ff. ל) Vgl. Cat. Bodl. 5967; Berliner-Festschrift S. 110 Nr. 106. 8) Das Memorbuch des Waisenvereins zeigt folgenden Eintrag תזקן המופלג בתורה ותורתו היתד. אומנתו בתמידות הדיין מצוין בקהלתגו המשים שגת מודנו הדב ם׳ יוזל זצ״ל ־ ד״ק וכה ׳. 9) Vgl. meine Blätter II, 50, Nr 86.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.