Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 243)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3486266-3486281--3177-3489543- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
124 geladen wurden1). Im Jahre 1718 war er Mitglied eines Schiedsgerichts, das die Schuld Verhältnisse der Gemeinde Schnaittach zu regeln hatte 2). Er starb am 24. Cheschwan (4. November) 1780 In Fürth im Alter von 79 Jahren. Sein Sohn Salomo war Vorbeter in Wallerstein, Pfersee, Prag und zuletzt in Metz, wo er 1717 aufgenommen wurde und 1758 starb; er war durch seine Gattin Machla der Schwiegersohn des R. Samuel Feibesch Sofer aus Wien3) (Verf. von לקט שמואל mit דרוש שמואל, Venedig 1694) und verfasste das Buch תעודת שלמה (Offenbach 1718), ein selten gewordenes Werkchen, das Anweisungen für den Vorbeter und seine Dienstführung enthält. London, Samuel, d. i. Salman b. Mosche Raphael aus Nowogrodek in Litthauen, ein sehr rühriger Buchhändler und Buchdrucker, der viel auf Eeisen war4) und mit Vorliebe solche älteren Werke zum Druck beförderte, die im Buchhandel vergriffen waren. Als Herausgeber des פועל צדק (Fürth 1749) bemerkt er in der Vorrede dieses Büchleins, er sei, nachdem er viele Bücher in hebräischer und deutscher Sprache herausgegeben hatte, durch mancherlei missliche Umstände arm geworden und jetzt als alter Mann in die berühmte Stadt Fürth gekommen. Hier hielt er sich eine Zeitlang auf und edierte ausser dem genannten Buch auch das ם' הגן mit Zusätzen (Fürth 1747). Ueber das von ihm herausgegebene liturgische Sammelwerk קהלת שלמה vgl. Perles, Beiträge, S. 138 ff. In dem in der Frankfurter Stadtbibliothek befindlichen handschriftlichen פני לבנה von R. Josua Heschel Lewuw 5) wird im Gutachten No. 19 die Frage erörtert, ob die von Salomo London im Jahre 1733 in Amsterdam herausgegebenen Gebetbücher wegen ritueller Bedenken zu verbieten seien, worüber Hirsch, der Sohn des Salomo London, sich beschwert 1I Vgl. Kaufmann-Gedenkbuch S. 462. *) Vgl. Weinberg a. a. O. S. 116. *) Er bezeichnet sich als einen der aus W i e n Vertriebenen, starb in Jerusalem und war der Sohn des gelehrten R. Juspa Kohn (Vrf. von פתוגת pdd Lublin 1635) und der Enkel des R. Josua Falk Kohen (Vrf. des דרישה ופרישה und des סמ״ע). 4) Er hielt sich in Amsterdam, Frankfurt a. M., Offenbach, Hanau und Fürth auf; vgl. Cat. Bodl. 9117, wo der Fürther Aufenthalt übersehen ist. *) Vgl. über ihn mein ,Nathanael Weil״ S. 66.