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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 213

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 213)
Language
German
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94 An beiden Plätzen fand er mit seinen Unternehmungen nicht den erwarteten Erfolg, übersiedelte deshalb nach Minden in Westfalen, wo er Teilhaber eines Geschäftes ward, das ihn bald in eine bessere Lage versetzte. Hiermit wuchs auch sein Ansehen, sodass ihm an seinem neuen Wohnsitz das Vorsteheramt übertragen wurde. Er starb hier im Jahre 1726. Das Memorbuch von Minden, über das ich in der Ztsch. f. Gesch. der Juden I, 195 ff. näheres berichtet habe1), rühmt seine ununterbrochene Beschäftigung mit der Thora und seine treue Führung der Gemeinde und des Bezirks und erwähnt noch, dass er vor seinem Lebensende schwere körperliche Leiden zu erdulden hatte; dort ist auch seine Tochter Zirle genannt, die 1724 starb. Sein Sohn Jehuda Selke, dessen Gattin der bekannten und angesehenen Familie Günzburg entstammte, war der Vater des Mordechai Model2), Rabbinatsbeisitzers in Schwabach, Schopfloch und Illereichen und Herausgebers von אספקלריה המאירה (Fürth 17763)). 4. Wolf, der vierte Sohn Henochs, liess sich in Frankfurt a. M. nieder, wo er 1750 starb (Grabsteininschriften Nr. 2682); er hatte drei Söhne: Isaak, der 1729 in früher Jugend starb (das. Nr. 1980); Koppel, fromm und gelehrt, starb 1761 (das. Nr. 3048); Henoch, Namensträger seines Grossvaters und sehr angesehen, starb 1764 (das. Nr. 3181). 5. Bärmann, der jüngste Sohn, war Dajan in Hanau und schrieb ein Eulogium zu dem מפתח התלמוד הגדול von Bashuysen (Hanau 1714); seine Frau Rahel, Tochter des Rabbiners Josef Maier in Hannover4), starb 1733 in Hanau.. Fränkel, Gabriel I (יוסף גבריאל בר נפתלי, auch Gabriel Levi genannt, aber nicht dem Levitenstamm angehörend), nahm in Fürth, wo er c. 1640 geboren war, eine sehr geachtete Stellung ein, sodass er zum Vorsteher der Gemeinde erwählt wurde. Durch ein markgräfliches Dekret v. J. 1791 wurde ihm *) Das Memorbuch stammt nicht aus Munden in Hannover, wie Ich dort irrtümlich bemerkt habe, sondern aus Minden in Westfalen. *) Zur Familie Model s. u. und die Stammtafel im Anhang Beilage VII a. *) Vgl. die Vorrede zu diesem Werke und Kaufmann, Letzte Vertreibung S. 200 n. 5. 4) Vgl. meine Blätter IV, 58; Duckesz הכמי אדי״ו II, 16.

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