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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 212

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 212)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486281--3146-3489512
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93 Grünhut u. a. in Verbindung, um mit deren Beihilfe die praktische Kabbala zu studieren. Als Grünhut sein Babbinat Idstein verliess, wurde dieses dem R. Hirsch Frankel übertragen, der aber seinen Wohnsitz in Frankfurt beibehalten durfte. Im Jahre 1702 folgte dieser einem Rufe auf das kurpfälzische Landrabbinat in Heidelberg* 1) und im Jahre 1709 übernahm er das durch den Tod seines Vetters R. Bärmann Fränkel erledigte Landrabbinat von Ansbach mit dem Sitze in Schwabach. Hier wurde er 1712 wegen Zauberei und Gotteslästerung zu lebenslänglichem Kerker verurteilt. 1713 auf die Mauerburg ins Gefängnis gebracht, blieb er 24 Jahre in Haft, aus der er schliesslich durch eine wunderbare Rettung erlöst wurde; er starb 1740 in Georgensgemünd im 78. Lebensjahre2). Aus seiner Ehe mit Klara, einer Tochter des angesehenen Samuel Mainz in in Frankfurt a. M., gingen zwei Kinder hervor •und zwar ein Sohn Henoch (Übersetzer von Kalonymos’ אגרת בעלי חיים in jüdisch-deutscher Sprache, Hanau 1718 3); die Tochter Kela wurde die Gattin des Abraham Kohn Schiff aus der bekannten und weitverzweigten Familie gleichen Namens in Frankfurt a. M. 3. Mosche, der dritte Sohn Henochs4) widmete sich dem Kaufmannsstande zuerst in Hanau, dann in Schwabach. Bacharach, S. 82, 102 n. 3 und 107; שו״ת הלת יאיר S. 229). Die in meiner Kurpfalz S. 151 n. 2 erwähnte Kontroverse zwischen Hirsch Fränkel und R. David Oppenheim wegen einer von jenem vorgenommenen Ehescheidung hat Kaufmann später in der Zeitschrift Hagoren 1, 72 ff. aus dem hdsch. נשאל דוד mit biographischen Notizen über Hirsch Fränkel veröffentlicht. Zu Hirsch Fränkel vgl• auch Steinschneiders Notiz im Cat. Mönchen S- 219. 1) Vgl. meine Kurpfalz S. 151. 2) Vgl. Henle S- 83 ff. und meine Kurpfalz S. 152. Die von ihm verfassten Werke (s. d.) wurden nie gedruckt. 3) Henoch hatte auch die Absicht, das von seinem Vater verfasste Werk חדי לצבי (Erklärung zu Ps. 119י zu der er die Fortsetzung und den Schluss geschrieben hatte) in Druck zu geben und hierzu auch eine Approbation von R. Samuel Hellmann in Metz erhalten (vgl. ד.גרץ a. a. O. S. 78); allein die Drucklegung unterblieb, da die Druckkosten nicht auf- ז gebracht wurden. Ebenso ist auch das von Henoch selbst verfasste Werk גלוי דעת nur handschriftlich vorhanden (הגרן S. 79). 4) Ein anderer Mosche Fränkel war Hoffaktor in Furth, dessen Schwiegersohn Michel Simon (auch Jechiel Pressburg genannt) Hoffaktor in Ansbach; vgl. Henle S. 91 und 100; Kaufmann, Aus Heinrich Heines Ahnensaal S. 41 ff.

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