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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 211

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 211)
Language
German
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92 R. Henoch, der mit zeitgenössischen Gelehrten in regem Briefwechsel1) stand, hinterliess fünf Söhne und zwar: 1. Elkan, der 1677 den Schutz von der Dompropstei Bamberg erhielt2), aber dann 1703 in jenen des Markgrafen Wilhelm Friedrich von Ansbach eintrat, dessen Hofjude und Günstling er wurde3). 1708 wurde er Vorsteher in Fürth und 1710 Obervorsteher der Fürther und Ansbacher Judenschaft. 1712 begann sein Glücksstern zu sinken. Wegen angeblicher Gotteslästerung wurde er unter Mitwirkung seiner Gegner aus der Familie Model und eines getauften Juden in Anklagezustand versetzt4) und schliesslich zu lebenslänglicher Haft auf die Wülzbarg geschleppt, wo er 1720 starb5); er hinterliess eine Frau und eine Tochter, namens Eva. 2. Hirsch, 1662 in Wien geboren, kam als fünfzehnjähriger Jüngling nach Frankfurt a. M., um das unter Leitung seines Vaters begonnene Talmudstudium fortzusetzen. Nachdem er dort eine Gattin aus vornehmem Hause erwählt hatte, konnte er sich ungestört seinen Studien widmen und sich nebenbei mit Abschreiben gelehrter Abhandlungen im Aufträge berühmter Männer, wie R. Jair Chajim Bacharach und R. Gerson Ulif Aschkenasi, beschäftigen6). Ausserdem setzte er sich mit David 0 Vgl. u. a. שו״ת עבזדת הגרשוני No. 120 (wo der Verfasser, R. Gerson Ulif, in fast überschwenglichen Worten über seine Freundschaft mit R. Henoch sich ausspricht), שד׳ת שער אפרים No. 8 u. 110, שו״ת חזת יאיר S. 236 b. *) Mit Aron Beer (Oppenheim) in Frankfurt a. M. stand Elkan Frankel 1696 wegen eines Wechsels im Prozess; der hierwegen gegen ihn verhängte Bann wurde von der Herrschaft aufgehoben. Im folgenden Jahre hatte er mit Wolf Leopold von Löwenberg wegen einer Forderung einep Prozess; vgl. Antonius Faber, Europäische Staatskanzlei, Teil 31 S. 386. Zu Aron Beer vgl. meine Notizen in Ztsch. f. Gesch. der Juden II, 96; Kaufmann-Gedenkbuch S. 550; Kaufmann׳Freudenthal a. a. O. S. 259 ff. 3) Vgl. Jahrbuch VI, 174 n. 6. In den Jahren 1677, 1678 u. 1696 wird Elkan Fränkel unter den Leipziger Messgästen genannt; vgl. Mtsch. 1901 S. 479« 4) Über das Verhör Frankels vor der Untersuchungskommission hat Ziemlich im Kaufmann-Gedenkbuch S. 471 ff. näheres mitgeteilt. 5) Vgl. HenleS. 76ff; Kaufmann a. a. O. S. 199; meine Kurpfalz S. 151״ 6) Hirsch Fränkel, gewöhnlich הירש הענא (aus Hanau, dem Rabbinatssitze seines Vaters) genannt, veröffentlichte 1699 in Frankfurt die Schriften des R. Gerson Ulif (שו״ת עבנדת הגרשוגי und תפארת הגרשוני), wie er auch jene des R- Jair Chaim Bacharach ordnete und sammelte (vgl. Kaufmann, Jair Ch.

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