Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 206)
- Language
- German
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87 tach1), wo R. Abraham Wallerstein2) sein Stellvertreter und späterer Nachfolger war. Er starb am 28. Adar H (29. März) 1767; R. Josef Steinhart hielt die Trauerrede. Seine Frau Vögele Mirjam, Tochter des gelehrten Vorstehers Jakob Frankel (s. d.) und Enkelin des R. Bärmann Fränkel, starb neun Monate vor ihrem Gatten3). 1754 hatte dieser noch acht unversorgte Kinder; seine Tochter Zimle war an Nate Schiff in F u r t h verheiratet, wo sie 1775 starb4). Falkenau, Josua Mosche b. Seckel Bär, wurde 1804 Rabbinatsbeisitzer unter R. Salman Kohn und war auch eine Zeit lang Rabbinatsverweser. Er wurde am 20. Mai 1774 in Fürth geboren und starb dort am 24. Ijar (27. Mai) 1829. Er war ein Schüler von R. Salman Kohn5) und R. Mosche Hochheimer (s. d.) und erteilte später selbst den Jüngern der Fürther Hochschule talmudischen Unterricht. In R. Wolf Hamburgs שער זקנים und שמלת בנימין wird sein Name öfter erwähnt. Als Mitglied des Rabbinats approbierte er mit seinen Amtsgenossen 1828 die Fürther Talmudausgabe; bei der Ausgabe 1832 ist er als Subskribent und zwar als דיין ורב״ד verzeichnet, desgleichen im שפה ברורה von R. Mosche Hochheimer und im 1801) מנחת יהודה). Sein Grossvater Jakob, 1762 Vorsteher und Gemeindekassier in Fürth, war sehr vermögend und angesehen; er wird als Mäzen genannt (s. d.) und ist Herausgeber des רי״ף III. Teil (Sulzbach 1766). Seine Söhne Seckel Bär und David Hirsch waren Buchhändler in Fürth und sind als solche bei dem ס׳ שערי ציון (Sulzbach 1782) verzeichnet; David Hirsch steht auch als Subskribent im שפה ברורה (Fürth 1790), דרך סלולה (das. 1801) und 1801) מנחת יהודה). Seckel 0 Die meisten Approbationen von 1757 bis 1766 unterzeichnet er als Rabbihervon Schn ai ttach, jene zu שבט מוסר als Rabbiner von Schnaittach und S u 1 z b ü r g; vgl. hierzu Weinberg, S. 144 und Kaufmann-Freudenthal, S. 274. Zu den dort S. 275 n. 2 erwähnten Approbationen kommen noch jene zur Fentateuchausgabe (Fürth 1765, approb. 1762), שבבן מוסר (das. 1763) und חי, לר״ם לובלין (das. 1767, approb. 1762). 2) Vgl. Weinberg, S. 147. 3) Über seinen Bruder Josef Mordechai Gumpert (Marx Lion), der 1746 in Wien starb, s. Kaufmann-Freudenthal, S. 386; über seinen Vater Arje Lob in Amsterdam und seine übrigen Geschwister das. S. 338. 0 Vgl. Weinberg, S. 144. 5) Als solcher ist er im דרוש סיום מסכת גטין (Fürth 1701) mitunterzeichnet•