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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 205

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 205)
Language
German
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86 dass in Zukunft ohne Erlaubnis der Gemeinde keine Approbation erteilt werden dürfe1). Emmerich, Juda b. Löb (Juda Lion Gompert), ge״ boren in Amsterdam, liess sich c. 1737 in Fürth nieder4), wo er durch persönliches Ansehen und durch seine Verheiratung mit der Enkelin des R. Bärmann Fränkel Einfluss gewann und bald auch in den Vorstand der Gemeinde berufen wurde. Als. 1742 das Rabbinat der drei Gemeinden Ottensoos, Schnaittach und Hüttenbach durch Berufung des bisherigen In״ habers E. Arje Löb Rapoport2 *) nach Heidingsfeld vakant wurde, fiel die Wahl auf E. Juda Emmerich. E. Baruch Rapo״ ports) sah, wie es scheint, diese Wahl nicht gern und hätte vor״ gezogen, einen weniger selbständigen und ihm mehr ergebenen Mann in der Nachbarschaft zu sehen. Allein der Einfluss der Fränkelschen Familie in Verbindung mit den Bemühungen des an״ gesehenen Abraham Mendel4) aus Krieg sh aber gab zugunsten Emmerichs den Ausschlag. Er bekleidete 1743—1756 das Rab״ binat Schaittach und fand hier in der Eigenschaft als Land״ rabbiner Gelegenheit, mancherlei Einrichtungen zu treffen, die den Gemeinden von Nutzen waren5). 1756 übersiedelte er wieder nach־ Fürth und wurde hier Vorsitzender des Eabbinatsgerichts• (6(אב מת דץ), blieb aber gleichzeitig Landrabbiner in Schnait״ ף Protokollbuch 1774 S. 422 ff. s) ln diesem fahre bestritt er gemeinschaftlich mit Feibelmann Kleve die Druckkosten 4es ס' המגיד (Sulzbach 1737). *) Vgl. Kaufmann-Freudenthal, S. 273 n. 1 und die dort verzeichneten Quellen, sowie meine Blätter 1,22. 4) Vgl. Jahrbuch VI, 178. Ursprünglich bestand zwischen R. Baruch Rapoport und R. Juda Emmerich zweifellos ein freundschaftliches Verhältnis* was auch daraus hervorgeht, dass 1739 beide gemeinschaftlich Gevatter und Mohalim waren. 5) VgL שו״ת אוד נעלם No. 36, 48, 57; Kaufmann-Freudenthal, S. 273. 6) Näheres hierüber bei Weinberg, Gesch. der Juden in der Oberpfalz S. 132 ff. ד) In den Fürther Protokollbüchern fand ich ihn 1757 zum erstenmal als Rabbinatsbeisitzer verzeichnet.

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