Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 207)
- Language
- German
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88 Bar wird, wie sein Vater, ebenfalls als Mäzen genannt. Lea, die Gattin des Seckel Bär, war die Tochter des ß. Zbi Hirsch ßapoport, Rabbiner in Wallerstein, und wird mit ihrem Gatten in der Vorrede zuחרושי הלכות רשב״ץ (Fürth 1769) rühmend erwähnt1); B. Josua Mosche war mit Hanna, Tochter des Vorstehers Josef Stetten in Fürth, verheiratet. Von den Kindern des R. Josua Mosche finde ich einen Sohn Jakob in Amsterdam als Subskribent der Fürther Talmudausgabe (1832) verzeichnet und eine Tochter Ricke (Rosalie), die als Gattin des Rabbiners Eisik Friedberg in Mosbach 1839 im Alter von 28 Jahren starb. Farrnbach, JehudaLöb2) b. Abraham 3), gewöhnlich R. Lob Fernbach genannt, Rabbinatsbeisitzer unter R. Josef Steinhart. In Unter farm b ach4 *) bei Fürth geboren, wird er schon 1758 als stellvertretender Rabbinatsbeisitzer genannt, als definitiver Dajan etwa zehn Jahre später. Im Sommer 1770 wurde er in gleicher Eigenschaft nach Berlin berufen, wo er unter R. Hirschei Lewin als Dajan und gleichzeitig am Bethamidrasch als Rabbiner bis 1782 wirkte6). In diesem Jahre folgte er einem Rufe nach Heidingsfeld, um als Rabbiner des Würzburger Kreises dessen religiöse Interessen wahrzunehmen®). Er unterhielt dort eine gut besuchte Talmudschule und genoss die Liebe und Verehrung seiner Gemeinden, bis er nach elfjähriger Tätigkeit am Freitag, 8. Siwan (6. Juni) 1794 zu seinen Vätern einging7). Druckapprobationen erteilte er 1767 zum Fürther Minhagbuch, zu אליה רבה (Fürth 1768j, חובות הלבבות (Frankfurt ף Vgl. meine Blätter I, 23 n. 7. *) Vgl. die Notizen in meinem ״Nathanael Weil“ S. 77, die durch vor״׳ legende Darstellung ergänzt und berichtigt werden. a) R. Abraham Farrnbach übertrug den קיצור מעבר יבק ins Deutsche; vgl. ed. Fürth 1766. 4) über die dortigen Juden s. Anhang Beilage IX. *) Vgl. Landshuth, Berliner Rabbinen, S. 85 u. 121. Ä) Über die seiner Wahl vorausgegangenen Unterhandlungen, wobei R. Samuel Wolf in Niederwerrn (vgl. Jahrbuch VI, 209) als Gegenkandidat aufgestellt war, s. Bamberger, Gesch. der Rabbiner der Stadt und des Be^ zirks Würzburg, S. 50 ff. 7) Den Nachruf im Heidingsfelder Memorbuch mit unrichtigem Sterbe* datum s. in meinem ״Nathanael Weil“ S. 78 n. Eine Abschrift seines Grab* stdns in Allersheim ist bei Bamberger a. a. O. S. 61 mitgeteilt