Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 200)
- Language
- German
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81 Er hatte drei Söhne: 1. Mosche Abraham Brandes1) war neun Jahre Babbiner in Bingen und starb dort 18192); seine Frau Hanna, Tochter des verwandten Kabbiners Abraham Brandes in Dürkheim3), starb Ende 1882 in Bingen; deren Tochter Vögle, Gattin des Elchanan Brandeis in Mainz, starb dort 1833 in jungen Jahren als Wöchnerin. 2. Alexander (Sender), gelehrter Vorbeter in Mainz, wo er 1802 starb. 3. Bunem, verheiratete sich 1810 in Fürth. Brandes, Jesaja, Vorsteher in Fürth, wo er 1811 mit seiner Gattin Breindel und zwei Schwiegertöchtern genannt wird. Dinkelspühl4), Seligmann (אברהם p יצהק דרים אברהם), wirkte hier 40 Jahre als Babbinatsbeisitzer5) und starb als siebzigjähriger Greis, nachdem er noch קידוש ההמה vorgenommen hatte, am 16. Nissan (6. April) 1757. Seine Frau Mindel Bachei Dina, Tochter des gelehrten B. Binjamin Seeb Wolf b. Samuel, Vrf. von עיר בנימין (der 1. Teil erschien 1698 in Frankfurt a. O. und der 2. Teil 1722 in Fürth), starb hier 17526). Sein Sohn *) Abraham Brandes, Vorsteher in Fürth und Schwiegersohn des Rabbiners Salman Kohn s. Jahrbuch VI, 207; er ist in Körners *רשפי קשר als Pränumerant verzeichnet. s) Grabstein bei Grünfeld, Zur Geschichte der Juden in Bingen, S. 63. 8) Er gehörte dem grossen Sanhedrin in Paris an (Salfeld, Juden in Mainz, S. 72); 1804 wird er von Rabbiner HiHel Sondheimer (s. d.) in Aschaffenburg wegen einer Erbschaftsangelegenheit in Anspruch ge* nommen; vgl. Bamberger, hist. Berichte über die Juden in Aschaffenburg, S. 61. 4) Dieser Name war mehrfach in Fürth vertreten; s. Anhang, Beiläge V. 5) 1748 wurde ihm die Ehre zuteil, dem neuernannten Rabbiner David Strauss entgegenfahren zu dürfen; vgl. Jahrbuch VI, 188. Er ist wohl mit R. Jizchak Seligmann identisch, der 1739 eine Zeugnisabgabe als Rabbinatsbeisitzer bestätigt (שבות יעקב II, 18). Würfel S. 69 nennt ihn ״R. Seligmann in der Clauss“. 6) Auch zu dem Erklärer und Herausgeber von;מאורת גת, R. Natan Neta Hachenburg (Mannheim), Rabbiner in Hagenau (vgl.meine Kurpfalz S. 138n.),stand die Familie in verwandtschaftlichen Beziehungen; R. Hirsch Dinkelspühl, Rabbiner an der Eisik'Mannheimer-Schule in Fürth, hatte dessen Tochter Chaja geheiratet, die 1717 hier starb. Jahrbuch J. L. G. VIII. 6