Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 199)
- Language
- German
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80 buch III, 228 eingehend geschrieben1) und dessen Beziehungen zu F ür t h ich hierbei erwähnt habe. Ein anderer Sohn des R. Jako b Brandes war Brandes, Samuel, in Fürth, der die Novellen des R. Jedidja b. Mosche Galante (חדושי גלאנטי) drucken liess, die bei Hirsch b. Chajim aus Fürth 1816 in Wilhermsdorf erschiene!!; er gehörte auch zum Verwandtenkreis des מחצית השקל. Er hatte vier Söhne: Abraham, Josef, Jakob und Israel. Abraham war Vorsteher in Fürth und steht 1824 als Pränumerant des הומש דרך סלולה (Bd. II) verzeichnet. Josef heiratete 1797 die Tochter des R. Mosche Katzenellenbogen von Schwabach. Über Jakob weiss ich nichts näheres mitzuteilen. Israel, der 1766 als Mäzen (s. d.) genannt wird, stand 1763 mit dem Rabbinatsbeisitzer David Dispeck (s. d.) wegen Ablieferung eines vollständigen Talmudexemplars und 1770 mit Lipmann Sulzbach wegen Druckes der מגידים in Sulzbach in Konflikt2); seine Frau wird als Israel Samuel Brandeis Wittib im Adressbuch von 1806 aufgeführt3); ein Sohn Israels verheiratete sich 1761 mit der Tochter des Rabbiners Ensel in Burgpreppach. Brandes, Simon, Sohn des in Fürth geborenen R. Jakob Brandes4), der Rabbiner in Darmstadt und Düsseldorf war, und Enkel des R. Mosche Charif, unterzeichnet sich als Beglaubter in den zwei letzten Dezennien des 18. Jahrhunderts 5 6) und starb 1801 in Fürth. 1j Zu jenem Aufsatz sei hier nachträglich bemerkt, dass R. Mosche Brandes nicht 1709, wie dort S. 229 gesagt ist, sondern erst 1713 das Rabbinat Schnaittach übernahm, was ich Weinbergs Geschichte der Juden in der Oberpfalz S. 112 entnehme. Auf derselben Seite 229 Zeile 15 Ist der Druckfehler 1783 statt 1733 zu berichtigen. 2) Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, dass laut Protokollbuch v- J״ 1768 S. 79 die Sulzbacher wegen des Talmud-Drucks mehr als 10 000 fl. ausgaben, um die Amsterdamer zu befriedigen und dass wieder neue Streitigkeiten wegen des in Metz gedruckten Talmuds entstanden; vgl. auch Rabbinovicz a. a. O. S. 109 n. s) Vgl. Anhang, Beilage V. 4) Dessen Tochter Chaja war die Gattin des Abraham b. Salomo Schneior 11 (s. d.). 6) Vgl. auch Eckstein, Nachträge, S. 27, wo er 1792 gemeinschaftlich mit dem Beglaubten David Abraham Braunschweiger die Richtigkeit der Uebersetzung hebräischer Urkunden ins Deutsche bestätigt