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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 195

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 195)
Language
German
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…/3486266-3486281--3129-3489495
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76 gegebenen Werkes Geld vorstreckte. Sein Vater Eisik Bing, auch Eisik Frankfurter genannt, starb hochbetagt 1720 in Fürth; seine Mutter Hinle war eine Tochter des Arztes Jidle 1 2). Nach einer im israelitischen Gemeindearchiv befindlichen urkundlichen Aufzeichnung des Hirsch Ottensosser (s. d.) v. J. 1838 gehörten Eisik Bing und sein Bruder Salomon Schneior zu den 1670 aus Wien vertriebenen Glaubensgenossen. Während dieser sich sogleich nach Fürth wandte, liess Eisik sich zuerst in Frankfurt nieder (daher der Name Frankfurt) und zog erst später nach Fürth, wo er die ״Eisik-Scbuleft 2) gründete. Zipora Henle, die Gattin des Abraham Bing, war die Tochter des B. Jehuda Jecheskel Insbruck3) und starb 1737 in Fürth; ihre Söhne Salomo Schneior und Eljakim Götze! gaben Spenden zu ihrem ehrenden Andenken. Bloch, Simon b. Jakob, Lehrer und Vorsteher des Kranken- Vereins4); er erhielt 1662 durch Schutzbrief der Bamberger Domprobstei das Wohnrecht in Fürth, starb dort hochbetagt am 26. Chescbwan (14. November) 1664 und מwurde בכבוד גדול begrabenÄ; seine Frau Gitel starb 1671 5). Der Arzt und Ichthyologe Markus Elieser Bloch, Sohn des Lippmann Bloch in Ansbach, gehörte vielleicht zu seinen Nachkommen6). Auch in Sulzbach war der Name Bloch vertreten7). Boas, Joseph, lebte in Fürth als Gelehrter, war aber nicht Rabbiner, wie ihn Würfel (S. 59) unter dem Namen Joseph Bos bezeichnet. Sein Wissen muss aber immerhin bedeutend gewesen sein, da ihn R. Aron Samuel Kaydanower8) in der Einlei- 1) Vielleicht identisch mit Dr. Löw (Jehuda Lob); s. den Artikel Ärzte. 2) Die Eisikschule, wo hauptsächlich die Chasidim verkehrten, ging später In die Mannheimer Stiftsynagoge über, daher auch später die Be- Zeichnung ״Eisik-Mannheimer-Schule“. 3) Ein Jehuda Inskruk war 1766 Kläusrabiner in Mannheim; vgl. meine Kurpfalz S. 228. 4) Im Memorbuch der Neuschule heisst es: ד,מהבר ד4 שמעק בר יעקב בלאך שהיד. גבאי לביקור חו^יס und im Sterbebuch wird von ihm noch besonders bemerkt: הוא תקן כמה תקנות טובות ויסד כמה הברות. ft) Vgl. Kaufmann-Gedenkbuch S. 418 No. 28 und S. 434 Nr. 79. Ä) Vgl. Henle S. 126 und Kaufmann-Gedenkbuch S. 418 n. 7. 7) Weinberg im Jahrbuch I, 32 ff. u, 118. «) Vgl. Jahrbuch VI, 158.

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