Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 193)
- Language
- German
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74 keit der Anklagen und endigte mit einer glänzenden Ehrenrettung1). R. Löb Berlin war ein ganz hervorragender Talmudgelehrteri wovon seine Glossen zum Talmud (ed. Fürth 1829 und 1882) ein unbestrittenes Zeugnis geben 2). Die zeitgenössischen Gelehrten zollen ihm häufig den Tribut der Verehrung und beugen sich vor seinem grossen Wissen 3). Sein Amtsgenosse R. Mendel Steinhart4) nennt ihn חברי זקן ונשוא פנים יועץ וחכם חרשים .הבקי בבבלי וירושלמי ובל (5הפוסקים הוא הגאון המפורסם וכר. Er gab auch das von. seinem Bruder R. Noach Chajim Zbi verfasste מעין החכמה (Rödelheim 1804) heraus, nachdem dieser während des Druckes verstorben war. Berlin, Jakob6) b. Abraham, 1708 in Berlin7) geboren* besuchte die Talmudschule des R. Jakob Kohn Popers in Frankfurt a. M. u. a. mit Josef Steinhart, dem späteren Rabbiner in Fürth, und Josef b. Ensli Öttinger, dem späteren Rabbiner von Wassertrüdingen 8), mit denen er auch einen gelehrten Brief- Wechsel unterhielt. Obwohl er im Sterberegister nur als Privatgelehrter (התורני) bezeichnet wird, so scheint er dennoch zeitweilig* auch als Rabbinatsbeisitzer gewirkt zu haben9). Trotz vieler körperlicher Leiden und Krankheiten beschäftigte er sich emsig bis zu seinem Lebensende mit talmudischen Studien. Im kräf- 1) Genaueres hierüber bei Eckstein, Nachträge, S. 3 ff. 2) Rabbinovicz in מאמר על הדפסת התלמד S. 115 sagt : והגרות ד, ליב ברלין אין ערך לשזיים ולא נופלים מהגהות הגרי״ב (ר' ישעי' ברלין) ומאירים את העינים. 3) Sein Bruder Noach Chajim Zwi nennt ihn צעיר בשנים וגדול* בהכמר. ובמדע), s, Vorrede zu עצי אלמוגים (Sulzbach 1779); das. S. 232 b wird auch eine geist״ reiche Ausführung seines Bruders R. Löb mitgeteilt; vgl. ferner שז״ת ריב״ם שנייטוך (Drohobycz 1891) S. 14, 37, 38 (wo irrtümlicherweise Weise R. Jesaja Berlin als R. Lobs Grossvater bezeichnet ist) 42, 44. 4) Vgl. über ihn Jahrbuch VI, 198. 6) דברי אגרת (Rödelheim 1812) S. 1 a. 6) Vgl. die Biographie im Orient VIII, 420, die durch vorliegende Dar״ Stellung in einzelnen Punkten berichtigt und ergänzt wird. 7) Als Beleg dafür, dass er in Berlin geboren ist und deshalb diesen Namen trägt, dient das Gedichtchen im זכרון יעקב mit der Unterschrift דבר* הקטן יעקב הנולד בבערלי . 8) Vgl. meine Notiz im Jahrbuch VI S. 191 n. 3• 9) Im Protokollbuch v. J. 1760 findet sich ein Eintrag, worin Abraham, der sich damals verheiratete, als Sohn des D a j an R. Jakob Berlin verzeichnet ist