Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 191

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 191)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3486266-3486281--3125-3489491
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

72 dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor, Noach Chajim Hirsch (s. u.) und Lob (s. u), die bei ihrem Vater eine seiner Bildung und Religiosität entsprechende Erziehung genossen 1). Berlin, (Noach) Chajim Hirsch, geboren im Februar 1734 als der älteste Sohn des Abraham Maier Berlin in Fürth und der Röschen Dina, Tochter des Fei beimann Emmerich in Frankfurt a. M. (s. 0.) Näheres über ihn habe ich im Jahrbuch HI, S. 233 schon mitgeteilt und es sei deshalb hierauf verwiesen. Zur Berichtigung meiner dortigen Angaben sei hier bemerkt, dass R. Chajim Hirsch, wie ich unterdessen festgestellt habe, nicht 1737, sondern 1734 und sein Bruder Löb (s. u.) nicht 1738, sondern 1737 geboren ist. Zu den dort mitgeteilten Approbationen füge ich noch ergänzend jene zu אליה רבה (Fürth 1768) und zur Rödelheimer Machsorausgabe v. J. 1800 hinzu. Ferner sei noch aus den Fürther Protokollbüchern nachgetragen, dass Chajim Hirsch 1752 auf Antrag seines Vaters am Sabbat vor seiner Hochzeit mit dem Chabertitel zur Thora gerufen wurde. Berlin, Löb, wurde am 2. Tamus (1. Juli) 1737 in Fürth geboren2) und war der zweite Sohn des Abraham Maier Berlin (s. 0.). Nachdem er im Elternhause eine sorgfältige Er- Ziehung genossen hatte und auch in jüdischem Wissen durch seinen gelehrten Vater genügend vorbereitet war, besuchte er die damals blühende Talmudschule des R. Hirschel Lewin in Halber- Stadt, wo er in Gemeinschaft mit gleichstrebenden Genossen in methodischer Weise in das Talmudstudium eingeführt und wo dei Grund zu jener scharfsinnigen und klaren Auffassung gelegt wurde, die R. Löb Berlin später in der Behandlung talmudischer Aufgaben entwickelte 3). In den Jahren 1773 und 1778 wird er unter den Deputierten der Fürther israelitischen Gemeinde genannt; seit 1774 durfte er den Beratungen des Rabbinatskollegiums anwohnen und von 1782 an war er Rabbinatsbeisitzer unter R. Hirsch י) Vgl. Vorwort zu עצי אלמוגים und עצי ארזים von R. Noach Chajim Zbi. *) Dieses Geburtsdatum entnehme ich der noch vorhandenen, reich und kunstvoll gestickten Wimpel, die der dreijährige Löb in die Fürther Synagoge trug; sie zeigt die Inschrift: 'אריד. ליב בן בהר״ר מאיר ברלין שלי״ט נולד במז״ט יום ב ב' תמוז תצ״ז לפ״כן יגדל בהורה ובמעשים טובים אמן סלה. *) Vgl. Auerbach a. a. O., S. 91; meine Kurpfalz S. 255.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.