Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 184)
- Language
- German
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Zur Geschichte der Juden in Furth. Von Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwensteln in Mosbach« Zweiter Teil*). Rabbinatsbeisitzer und sonstige hervorragende Persönlichkeiten. (Alphabetisch geordnet). Abraham b. David, der fromme Gelehrte (מודעו הרב החסיד) war Rabbinatsbeisitzer in Franken (והיה דיין במדעת פועקין); Memorbuch der Neuschule. Ärzte. Der erste jüdische Arzt in Fürth, der urkundlich genannt wird, heisst Dr. Löw (Jehuda Löb b. Benjamin); er war auch Apotheker und lebte hier c. 1640—1661. Er hatte Dienstwohnung im Hekdesch (Hospital), der Synagoge gegenüber. Seine Niederlassung in Fürth erregte starken Konkurrenzneid bei den Ärzten in und um Nürnberg, sodass er sich genötigt sah, sich einer Prüfung bei dem kaiserlichen Leibarzt Dr. Manageta in Wien zu unterziehen. Das Ergebnis war so glänzend, dass er vom Kaiser und vom Kurfürsten in Mainz mit verschiedenen Privilegien ausgestattet wurde und die Erlaubnis erhielt, im ganzen römischen Reiche leibzollfrei zu reisen, an jedem beliebigen Orte die ärztliche Kunst auszuüben und den Titel ״Leibarzt“ zu führen. In Nördüngen wurde ihm 1664 ein achttägiger Aufenthalt bewilligt mit dem Anfügen, dass es ihm gestattet sei, ein Schild an seiner Wohnung anzubringen und dort wie auf dem Markte Arzneimittel zu verkaufen1). Als nach dessen Ableben sein *) Siehe Jahrbuch VI, S. 153 — 233. י) Müller, Aus fünf Jahrhunderten, S. 115. Jahrbuch J. L. G. VIII. 5