Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 149)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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30 זהב ובז׳ und auch sonst, wo die Tefillin nicht der Hälacha ent״ sprechend verfertigt sind, wäre dieselbe סכנה vorhanden. Dieses Bedenken hat ja auch wohl R. Chananel und Raschi zu ihrer Erklärung veranlasst, denn es muss eben nachgewiesen und erklärt werden, warum die Mischna nur bei diesem und bei keinem adderen פסול von einer vorhandenen סכנה spricht. Eine ähnliche Stelle befindet sich Menachoth 23 b bezüglich der Mesusa: ״Wenn man die מזוזה an einem Stock oder hinter der Tür aufhängt, so ist das .סכנה ואץ בה מצוד.“ Es ist interessant zu sehen, wie Raschi und sein Tochtersohn R. Tarn an dieser Stelle die Rollen wechseln. Raschi z. St. erklärt, die סכנה bestehe nur negativ, in dem Mangel eines Schutzes gegen die מדקץ, ähnlich wie die Erklärung des R. Tarn bei Tefillin lautet. Dagegen erhebt nun R. Tarn in den Tossaphot das. gegen Raschi den gleichen Einwand, den wir gegen seine Erklarung bei Tefillin gemacht haben. ״Wenn“ so sagt er dort, ״die ״Gefahr* nicht in dieser besonderen Art des Anbringens der Mesusa liegt, sondern weil sie nicht nach Vorschrift angebracht wurde, dann sollte es doch einfach heissen: Wenn man dieses Gebot ״ שלא כהלכתהvorschriftswidrig“ ausführt, so ist das *סכנה הרן בה מצוה. Und jetzt gibt R. Tarn seinerseits eine Erklärung, die genau so lautet, wie Raschis Erklärung bei Tefillin. Das Anbringen der Mesusa in dieser Weise berge eine ״Gefahr“ in sich, weil man leicht mit dem Kopf daran stossen und sich verletzen könnte (?). Ich habe für diesen Widerspruch im Augen-־ blick keine Erklärung. Möglicherweise muss in Menachoth statt m das ganz ähnliche ר״ה gelesen werden, so dass diese Erklärung nicht von Raschis Tochtersohn, sondern von ד הננאל oder 1׳ חיים stammen würde. Aus vorstehendem ergibt sich jedoch soviel, dass jede der beiden Erklärungen ihren Vorzug hat, dem aber andererseits eine erhebliche Schwierigkeit gegenübersteht. Die eine erklärt uns wohl, warum gerade dieser spezielle Fall als סכנה bezeichnet wird, sie leidet jedoch an einer grossen Unwahrscheinlichkeit. Eine solche Verletzung, selbst wenn sie Vorkommen sollte, kann doch nicht ernstlich als ״Gefahr“ bezeichnet werden; die andere Erklärung gibt für סכנה einen plausiblen Grund an, sie hat ab et den Umstand gegen sieh, dass eine solche סכנה bei jeder vor-