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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 140

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 140)
Language
German
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21 Man hat diese Bedensart als eine; Art Euphemismus ansehen wollen; es sollte der Anschein vermieden werden, als ob die betreffenden Schüler nicht lange gelebt hätten, man sagte daher statt: לא היו ימים מרובין per antiphrasin: לא היו ימים מועטין. Eine andere Erklärung will sagen, es hat in der Tat lange gedauert, bis die betreffenden Schüler zur הוראה gelangten und gerade dieser Umstand wird besonders hervorgehoben. Man könnte meinen, es seien bereits alle Anzeichen vorhanden gewesen, dass diese Schüler den Grad eines מורה הוראה erlangen werden, so dass es für ihre Lehrer ein Leichtes war, es ihnen zu prophezeien. Deshalb hebt der Talmud hervor, dass sie erst nach langer Zeit, und nicht nach ימים מועטין, dazu gelangten, um den Scharfblick der Lehrer hervorzuheben, die aus scheinbar geringfügigen Indizien auf die geistige Entwicklung ihrer Schüler Schlüsse gezogen haben, die sich in späteren Tagen als berechtigt herausstellten. Beide Erklärungen scheitern daran, dass diese Bedensart, wie oben gezeigt wurde, auch malo sensu gebraucht wird. Die von mir gegebene Erklärung wird jedoch dieser Bedensart in allen ihren Anwendungen gerecht. XXXV. Sanhedrin 99b finden wir eine Beihe von Aussprüchen verschiedener Lehrer, die sich zunächst auf das Thoralernen beziehen. נ [I.] Besch Lakisch sagt: Wer nur לפרקים d. h. gelegentlich Thora lernt, der gleicht dem Mann, der die eheliche Treue verletzt. Die Thora wird מאורסה, die ״Angetraute“ genannt und in diesem Sinn ist dieser Vergleich aufzufassen. Vgl. Baschi daselbst. Weiter unten auf derselben Seite folgt dann der Ausspruch des B. Alexandri: Wer Thora לשמה lernt, stiftet Frieden zwischen den Himmlischen.und den Irdischen. Kab fugt hinzu: Er erbaut das himmlische und irdische Palatium i. e. Heiligtum. B. Jochanan : Er bildet einen Schutz für die Welt. Levi: Er führt die Erlösung herbei. I. Besch Lakisch sagt: Wer mit dem Sohne seines Nächsten Thora lernt, dem wird es von der h. Schrift angerechnet,

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