Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 122)
- Language
- German
- Belongs to
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3 formt1). טוחן würde m. E. hier nicht genügen, denn wer auch nur gelegentlich die Arbeit des Mahlens besorgt, kann auch מוחן genannt werden, während טחון der שם האומן ist und denjenigen bezeichnet, der es gewerbsmässig tut. Die Form טחון hat auch Jeruschalmi Demai, vgl. auch ד״ס z. St. — B. Bathra 93 b, B. Kamma 99b und Tosefta B. Kamma X, 9 steht auch in unseren Ausgaben טחון und in B. Kamma bemerkt Baschi ebenfalls: .אדם הממונה על כך תוספות י״וט zu Nedarim X, 3 ד״ה אביה schreibt, er habe einmal in einer Predigt seines Lehrers, des berühmten ״hohen Rabbi Löw“, eine Erklärung von ihm vernommen, warum der De nunziant bei unseren alten Weisen mit dem participium passivum מסור und nicht mit dem participium activum מוסר benannt wird. Sie wollten damit sagen, der Denunziant will wohl andere ״ausliefern“ uud zu Schaden bringen, tatsächlich wird er selbst der מסור, der ״Aus gelieferte“ sein; denn er wird seinem Verhängnis nicht entgehen und die Strafe des Himmels wird ihn in Bälde ereilen. Es ist ein hübsches Bonmot, das für die damalige Zeit, in der leider, wie die Lebensgeschichte R. Lippmann Hellers lehrt, das verwerflichste Denunziantentum blühte, recht angebracht gewesen sein mag. In Wirklichkeit steht ausser Zweifel, dass wir dieses Wort nicht מסור, sondern מסור zu lesen haben. Es bezeichnet den gewohnheitsmässigen Denunzianten, ähnlich wie die obige Form טחון. Darauf weist auch der Plural המסורות (Rosch haschanah 17a) hin, flenn alle diese Formen haben im Plural Femininendung. Der תוס׳ ירט das. will auch die Passivform ארוס der ״Bräutigam“ statt אורס nach der Methode seines Lehrers, in humoristisch gefärbter Weise, erklären. Der Bräutigam ist nur scheinbar der aktive, in Wirklichkeit jedoch der passive Teil, weil er zahlreiche Verpflichtungen gegenüber seiner Braut auferlegt erhält. Wahrscheinlich hat man auch hier ארוס zu lesen. Das Wort רכוב ״Reiter“, aus B. Mezia 8b, wird von ihm ebenfalls als Beispiel zitiert. Es muss aber רכוב gelesen werden. x) Raschi nennt auch Worte, die InBaraita oder Getnara Vorkommen, .לשון משנד. Vgl. Berliners Raschiausgabe 2. Auflage S. 432; Jecheskel 27, 6; :Ijob 30 4.