Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 440)
- Language
- German
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412 es in manchen Kreisen mit den Abgaben leicht nehme. וגזר על הרמאי לס' ששלה בכל גבול ישראל וראה שאין מפרישין אלא תרומה גדולה בלבד וכר. Sota 48 a. Die Mischna in Maasser Scheni und Sota, die uns über die Einrichtungen des Hohepriesters Jochanan belehrt, lautet in der Übersetzung: ״Der Hohepriester Jochanan hat das Maasser-Bekenntnis abgebracht; auch er hat die heftig Klagenden und die Schlagenden aufhören lassen; bis zu seiner Zeit hat der Schmiedehammer in Jerusalem gehämmert und in seinen Tagen hatte niemand nötig, wegen Demai zu fragen“. Über die die Abgaben betreffenden Einrichtungen eingehend zu sprechen, würde bei den vielen Erörterungen darüber in beiden Gemaren zu weit führen. Wir wollen nur erwähnen, dass ein Teil dieser Einrichtungen von manchen als lobenswert, von anderen als tadelnswert bezeichnet wird. Ist das vielleicht ein Wink, dass die Tadelnden daran dachten, dass der Itohepriester Jochanan selbst von der Zeitströmung in seinen späteren Tagen nicht unberührt blieb und nach und nach von seiner Höhe herabsank, bis er, da er die Hundert schon überschritten, als schwacher Greis den Lockungen des Sadduzäertiuns nicht widerstehen konnte? Auch die Begründung zu den! Schluss der Mischna: ״In seinen Tagen hatte niemand nötig wegen Demai zu fragen“, ״ שהעמיד זוגותdenn er hat die ״Paare“ aufgestellt , wollen wir rekapitulieren mit der Bemerkung, dass sich dies mit ziemlicher Sicherheit auf die durch sein Vorgehen notwendig gewordene Ernennung eines Nassi neben dem früheren alleinigen Vorsitzenden des Sanhedrin (אב בית דין) bezieht, ohne dass wir sagen können, warum diese Ernennung der Präsidentenpaare das Fragen wegen Demai überflüssig machte. Auch des gegen Jochanan ausgesprochenen Tadels wollen wir Erwähnung tun, dass er die beiden Gewaltmenschen Eleasar, Sohn Patoras, und Juda, Sohn Patoras (Pachora), nicht hinderte, wenngleich es ihm möglich gewesen wäre, sich des Maasser widerrechtlich zu bemächtigen. In den Gewaltmenschen erkennen wir unschwer griechisch gesinnte Genossen des Steuerpächters Josef, die ohne Scheu vor dem Beligionsgesetz auch das Maasser als zu dem Privilegium ihrer Generalpacht gehörig betrachteten. Zu dem Aufhörenlassen der heftig Klagenden (מעוררים) bemerkt W ähnlicher Weise wie Jeruschalmi unsere Gemara: ״Tag für Tag