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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 439

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 439)
Language
German
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411 Alexander Jannai und Ananias gehören beide der hohepriesterliehen Familie an, beide sind im fünften Geschlecht Nachkommen des Hohepriesters Jochanan, des Sohnes Simons I., des Gerechten. Wenn wir die Beweiskraft dieser vier Punkte zusammennehmen, kann meines Erachtens kein Zweifel sein, dass die Hasmonäer der alten hohepriesterlichen Familie entstammen. Wenn wir nun in unserem Gebetbuche und an anderen Stellen, wie Megillat Taanit 6, als Vater des Mattisjahu יוחנן בדין בדול genannt finden, so ist jeder Zweifel ausgeschlossen, dass der von uns als der Hohepriester Jochanan fast aller talmudischen Stellen erkannte Sohn Simons des Gerechten der Vater des Mattisjahu war1). Schluss. Mit kurzen Worten nur wollen wir die Tekanot des Hohe- Priesters Jochanan berühren. Wie Halevy zeigt, verstand es Simon I. der Gerechte, der, wie schon erwähnt, zur Zeit Ptolemäus’ I. Lagi Hohepriester war, den verderblichen Einfluss des Griechentums noch gänzlich fernzuhalten. Unter seinen Nachfolgern und, da seine Brüder ihn wohl nicht sehr lange überlebten, besonders unter seinem Sohne Jochanan machten sich zuerst grosse Missstände bemerklich2). Es kann nicht befremdlich sein, dass er der erste war, dem von seinen Boten berichtet wurde, dass von einem Teil des Volkes die vorgeschriebenen Abgaben nicht mehr richtig gegeben wurden. Deshalb wohl auch hatte er im ganzen Lande Boten umhergeschickt, um zu eruieren, ob die Gerüchte auf Wahrheit beruhten, dass man durch das Eindringen griechischen Geistes *) Dass Ant. XII, 6, 1 Mattisjahu, Sohn des Jochanan, Sohn Simeons, Sohn des Asamonäus genannt wird, ist, wie allgemein zugegeben wird, eben׳ sowenig von Belang, als Bellum 1,1, 3, wo ]osephus ihn direkt als Mathias, Sohn des Asamonäers, bezeichnet. Josephus war, wie uns heute noch, die Bedeutung des Wortes תשבזוגא'״“ unbekannt und er machte daraus gedankenlos einen Stammvater der Heidenfamilie. 1 Makk. 11, 1, die Quelle des Josephus, weiss nichts von einem Asamonäus. Die Bemerkung im ersten Makkabäerbuch und bei )osephus, dass Mattisjahu zur ersten Priesterabteilung Joyartb gehörte, scheint begründen zu wollen, dass er in Jerusalem oder der Umgebung der Hauptstadt wohnte. Josephus Vita 1, 1 sagt auch von sich» dass er zur ersten Priesterabteilung Jojarib gehörte, und dort I, 2 sehen wir, dass er aus Jerusalem stammte. Dass die hohepriesterliche Familie zu )oyarib gehörte, ist gewiss nicht merkwürdig. 2) Vergl. den Aufsatz ״Simon der Gerechte*‘ 1. c. p. 275 f.

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