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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 438

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 438)
Language
German
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410 3. Ant. XII, 9: ״Ars nun Onias, der Sohn des Hohepriesters,.sah, wie der König nach der Hinrichtung seines Oheims die Hohepriesterwürde dem Alkimus übertrug, der nicht aus hohepries terlichem Geschlechte war, und auf den Bat des Lysias das Amt von seiner Familie auf eine andere übergehen Hess, floh er zu Ptolemäus, dem König von Ägypten״. Ant. XX, 10: ״Jener Antiochus und sein Feldherr Lysias waren die ersten, die einen Hohepriester, nämlich den Onias mit dem Beinamen Menelaus, seiner Würde beraubten, indem sie ihn zu Beroea umbringen Hessen und, mit Umgehung seines Sohnes, den Jakim zum Hohepriester machten, der zwar aus Aarons Geschlecht, aber nicht aus dem Hause des Onias stammte“. Diese wiederholte Betonung der Illegitimität des Alkimos (Jakim) als nicht der hohepriesterlichen Familie oder dem Hause des Onias angehörig zeigt deutlich, dass die Hasmonäer in der Tat dem Hause des Onias angehörten, denn entweder hätte Josephus, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, bei Alkimos nicht von der IHegitimität gesprochen oder diese bei den Hasmonäern irgendwie beschönigt. 4. Ant. XIII, 13, 2 erzählt Josephus, dass Ananias (jüdischer Feldherr der Ägypter und Sohn des wegen Ernennung des Alkimos nach Ägypten geflüchteten Onias) eine Königin Kleopatra davon abbrachte, dem Alexander Jannai sein Land zu nehmen. ״Ananias aber trat diesem Rate entgegen, indem er auseinandersetzte, die Königin werde ein Unrecht begehen, .wenn sie ihren Bundesgenossen, der noch dazu sein Verwandter sei, (xal ravra ovyysvri rfisrsQov) seiner Macht berauben wollte“. Kaulen überträgt: ״der obendrein mit ihm selbst stammv erwandt sei“. Er übersetzt ״stammverwandt“ und verändert auch den Sinn des folgenden Satzes, weil er den Ananias nur wegen seiner jüdischen Abstammung als Verwandten des Alexander Jannai an sah. Clementz sieht richtig in dem bei Josephus folgenden Satz des Einspruches des Ananias ein weiteres Moment und übersetzt: ״Eine solche Ungerechtigkeit werde übrigens alle Juden mit der Königin verfeinden“. Auch die lateinische Übersetzung hat ״cognatus“. Es heisst in der Tat dem Sinne Gewalt antun, wenn man ovyysvrjg nur auf die Stammverwandtschaft, als Jude oder Priester, bezieht.

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