Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 437)
- Language
- German
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409 der Gerechte, seinen Sohn Jochanan als zartes Kind zurückgelassen hat, feststellen können, dass dieser Jochanan, Onias II., ein Alter von mehr als hundert Jahren erreicht hat. Die beiden Nachfolger dieses Hohepriesters Jochanan, des an fast allen Stellen des Talmuds mit יוחנן פ״ג gemeinten Hohepriesters, fuhren ihr hohepriesterlicbes Amt während der letzten S Jahre des Seleukus Philopator. Simon II., dem Sohne des Onias II., des Hohepriesters Jochanan, gehören davon ungefähr drei Jahre, und die restlichen fünf Jahre war der vortreftliche Enkel Jochanans, wieder ein Onias, bis zur ersten Zeit des Antiochus Epiphanes im Amte. Die Erhebung des Mattisjahu fand um das Jahr 107 statt, der dann nicht lange Zeit darauf hochbetagt abbernfen wird. Hören wir nun, dass ein Hohepriester Jochanan der Vater des Mattisjahu war, so kann dieses niemand anders sein, als der ungefähr 18 Jahre vor der Erhebung als Hundertjähriger verstorbene Sohn Simons I., Jochanan (Onias II.). Mattisjahu war also Enkel Simons des Gerechten, Bruder des ihm so unähnlichen Hohe• priesters Simon II., während Onias III. sein würdiger Neffe ist. Man wird nun fragen, ob wir denn auch sonst einen Hinweis haben, dass die Hasmonäer der Familie der alten Hohepriester angehören? Ich finde dafür im ersten Makkabäerbuch und dem daraus schöpfenden Josephus an drei, und, wenn man will, sogar vier Stellen, genügende Belege. 1. Sowohl nach I Makk. 2,1 wie nach Ant. XH, 0,1 ist Mattathias ein Sohn des Joannes, ein Sohn des Simon. Das stimmt mit unserer Annahme, dass der Vater des Mattisjahu Jochanan Sohn eines Simon war, wie wir sagten, Simons I., des Gerechten. Vier der Namen der Söhne des Mattisjahu weisen auf die hohepriest erliche Familie hin, Simon, Jochanan, Jonathan (nach Nehem. 12,11) und Eleasar. Der letzere Name erinnert an den Nachfolger und Bruder Simons I., den Hohepriester Eleasar der Bibelübersetzung der Siebzig. 2. In der Abschiedsrede Mattisjahus an seine Söhne lesen wir I. Makk. 2, 54: ״Unser Ahnherr Pinchas (<IHrtceg d nrnr■# riku(dv) empfing, weil er eiferte, die Zusicherung ewigen Priestertums“. Pinchas ist bekanntlich der Ahnherr der Hohepriester aus dem Hause Zadoks, dem Simon der Gerechte und seine Nachkommen angehören.