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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 436

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 436)
Language
German
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408 besondern Festeinschaltung für Chanukka: בימי מתתי׳ בן יוחנן כהן גדול ״ .חשמונאי ובניוIn den Tagen Mattisjahus, des Sohnes des Hohepriesters Jochanan, des Hasmonäers und seiner Söhne“.1) Ein Blick auf die Note Baers in seinem סדר עבודת ישראל über die Frage, welcher Hohepriester Jochanan hier gemeint sei, ebenso auch Blochs längere Ausführungen am Anfang seiner שערי תקנות pars II zeigt uns, welche Verwirrung bei der Lösung dieser Frage herrscht. Wir sehen auch, dass dieselbe davon herrührt, dass man gewohnt ist, in dem Enkel des Mattisjahu Johann Hyrkan den oftgenannten Hohepriester Jochanan zu sehen, und viele, dadurch irregeführt, keinen Hohepriester Jochanan fanden, den sie als Vater des Mattisjahu bezeichnen konnten2). Mit dem Schlüssel zur Lösung der ganzen Frage über den Hohepriester Jochanan hat Isaak Halevy es uns auch ermöglicht, ganz genau zu bestimmen, welcher Hohepriester Jochanan der Vater des Hasmonäers Mattisjahu war. Wie oben ausgeführt, macht Halevy auf eine vergessene Josephusstelle Ant. XII, 4, 10 aufmerksam, die zeigt, dass der Hohepriester Jochanan, Sohn des Hohepriesters Simon I., des Gerechten, erst um das Jahr 185 vor d. gew. Ztrchn. gestorben ist, woraus wir in Verbindung mit Ant XU, 2, 4, wonach Simon I. חשמונאי (נ ist ziemlich sicher ein Beiname des Mattisjahu selbst. Warum sollten nur seine Söhne besondere Beinamen führen, der Vater aber nicht? I. Makk. 2, 2—4 und ähnlich Ant. XII, 6, 1 heisst Jochanan auch Gaddis, Simon Thassis, Juda Makkabäus, Eleasar Avaran, Jonathan Apphus. Wie die einen die Familie nach dem Beinamen des Juda ״Makkabäer“ nennen, so nennen sie die anderen, und mit mehr Recht, nach dem Beinamen des Vaters ״Hasmonäer“. Für diesen Beinamen wäre ein guter Sinn gegeben, wenn man חשמונאי mit ״Eiferer“ übersetzen dürfte, ähnlich wie Pinchas קנאי genannt wird. Man hätte das Wort dann von dem arabischen ״zürnen“ aramäisch הסם abzuleiten. Zu Proy. 24, 19a א?* תתהר במרעים hat das Targum לא תתחסם בבישיא, die Peschita תחסם (vgl. die Wörterbücher). Auch חשמנים Ps. 68, 32 Hesse sich gut nach dieser Bedeutung erklären. 2) Die Umstellung Jochanan, Sohn des Mattisjahu in manchen orientalischen Lesarten der Gebeteinschaltung für Chanukka sowie Maimonides’ Einleitung zum Mischnakommentar c. 6• und im Zitat in Meiris Einleitung zu Abot stammt aus der Erzählung am Anfang der Megillat Antiochus, deren Rätsel nochnicht gelöst ist. Dort ist mit ziemlicher Sicherheit auch Mattisjahu, Sohn des Hohepriesters Jochanan, zu lesen und bezieht sich das dort erzählte Erschlagen des syrischen Feldherrn durch Mattisjahu auf dieselbe Begebenheit, die uns Bellum 1, 1, 3 in ähnlicher Form berichtet wird.

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