Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 430)
- Language
- German
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402 Reihe der von diesem Fürsten gerade dort gemeldeten Tatsachen einfach unverständlich. Wie schon bemerkt, hätte gerade die Eroberung Samarias das Volk mit Freude und dankbarer Zuneigung zu Hyrkan erfüllen müssen, dazu kommt noch, dass während dieses Krieges, nach Josephus’ Bericht, der Hohepriester Hyrkan beim heiligen Dienste am Versöhnungstage einer überirdischen Verkündigung gewürdigt wurde, die jeder als eine solche anerkennen musste — ״Er begab sich alsbald aus dem Tempel und teilte dem Volke sein Erlebnis mit, und wirklich war es so eingetroffen“ — und die jeden irgendwo aufsteigenden Zweifel an der Reinheit seines Priesteradels beseitigen musste. Unmittelbar nach diesen Berichten hören wir vom Neid des Volkes gegen ihn und von der Anzweiflung seiner Würdigkeit zum Priesterdienste. Diese Erwägungen führen zu der Erkenntnis, dass die Schilderung des Bruches des Königs mit den Pharisäern in der Lebensgeschichte Hyrkans sich nicht an der richtigen Stelle findet, dass Josephus — und wahrscheinlich schon seine sadduzäische Vorlage — in dem Bestreben, Hyrkan mit dem im Alter Sadducäer gewordenen Hohepriester Jochanan gleichzusetzen, eine Erzählung von einem Zwiste aus der Geschichte eines anderen Königs herausgenommen nnd mit den entsprechend nötigen Veränderungen an den Schluss der Lebensgeschichte des Hyrkan gesetzt hat. Die Absicht der Beziehung auf den Hohepriester Jochanan, der nach einem langen untadligen Leben Sadduzäer wurde, wird besonders deutlich in der Bemerkung der Einleitung zu dem Vorfall: ״Hyrkan war ihr (seil, der Pharisäer) Schüler und anfangs bei ihnen sehr beliebt“. Alle Schwierigkeiten sind gehoben, wenn wir die ganze Erzählung von dem Bruch mit den Pharisäern wegen der Bezeichnung als Sohn einer ״Gefangenen“ aus Hyrkans Geschichte herausheben und sie in die Darstellung des Lebens Jannais hereinsetzen, und zwar zwischen die Erzählung von der Eroberung der vielen Städte und der Rückkehr des Siegers nach der Hauptstadt und den unvermittelt (Ant. XHI, 13, 5) folgenden Bericht von der Kata- Strophe am Laubhüttenfeste. ״Was den Alexander angeht, so erhob sich das Volk gegen ihn während einer Festfeier, und warf ihn, als er am Altäre stand und opfern wollte, mit Citronen“. Warum war das Volk gegen Jannai in solcher Erregung, dass es den auf dem